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19:34 17 Oktober 2019
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    Festnahmen in der Silvesternacht in Köln

    „Polizisten guckten und taten nichts“: Erkenntnisse zu Kölner Silvesternacht - Studie

    © AFP 2019 / DPA/Markus Boehm
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    Silvester-Übergriffe gegen Frauen in Köln (56)
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    Die Täter der Kölner Silvesternacht, als zahlreiche Frauen in der feiernden Menge sexuell belästigt wurden, sind aus Sicht eines Gutachters keine organisierten Kriminellen gewesen, wie deutsche Medien berichten. Die Opfer erheben nun schwere Vorwürfe gegen die örtliche Polizei – und es kommen immer mehr erschreckende Details ans Licht.

    Laut dem Rechtspsychologen Professor Rudolf Egg fühlten sich viele Täter in der Nacht ermutigt, Frauen sexuell zu belästigen und auszurauben, weil es offensichtlich keine Konsequenzen hatte.

    „Leider waren die Polizisten vor Ort nicht sehr hilfreich. Eine Beamtin sagte zu mir:,Du kommst doch aus Köln, dann weißt du doch, dass du hier nicht feiern gehen darfstʻ“, gab Egg die Erzählung eines Opfers laut Focus Online wieder.

    Egg hat insgesamt 1022 Strafanzeigen ausgewertet, in denen die Frauen vom Versagen des Staates und der Polizei erzählten und ihre Gefühle beschrieben. Am Montag erläuterte der Rechtspsychologe bei einer Sitzung des Untersuchungsausschusses des Düsseldorfer Landtags die Ergebnisse seiner Untersuchung.

    Die Frauen schrieben demnach in ihren Anzeigen über aggressive Übergriffe zahlloser Hände in einer anonymen Menge. Sie hätten sich hilflos und nicht wie ein Mensch, sondern wie ein Gegenstand gefühlt, geweint und geschrien.

    „Dann grapschten diese Männer uns auch an, an den Busen und auch in die Hose, an den Po. Wir versuchten uns zu wehren und schlugen um uns…“, wird eine Frau zitiert.

    Aber die anwesenden Polizeibeamten hätten dabei nichts getan.

    „Es waren drei Polizisten und eine Polizistin. Die haben sich das Ganze nur angeschaut und nichts getan. Wir sind ziemlich entsetzt darüber und auch verärgert“, so ein weiteres Opfer.

    In der Silvesternacht war es in Köln und anderen deutschen Städten zu massenhaften Übergriffen auf Frauen und Mädchen gekommen, offenbar durch Menschen ausländischen Aussehens – Migranten und Flüchtlinge. Bei der Kölner Polizei waren nach Stand von Ende April mehr als 1500 Anzeigen eingegangen, wobei ein Drittel der Klagen im Zusammenhang mit Sexualstraftaten eingereicht wurde. Außerdem wurden zahlreiche Diebstähle gemeldet. Bei den Tatverdächtigen solle es sich um mehrere Hundert Männer mutmaßlich nordafrikanisch-arabischer Herkunft handeln.

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    Tags:
    sexuelle Belästigung, Übergriffe, Opfer, Migranten, Polizei, Köln, Deutschland