13:50 26 Juni 2019
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    Flüchtlingslager in Calais

    Calais-„Dschungel“: Deutsche Journalisten von Flüchtlingen ausgeraubt

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    Migrationsproblem in Europa (1281)
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    Zwei deutsche Journalisten sind am Wochenende in dem berüchtigten „Dschungel“ im nordfranzösischen Calais Opfer eines Raubüberfalls geworden, wie ein Sprecher der Hilfsorganisation „Auberge des migrants“ gegenüber Sputnik mitteilte.

    „Zwei Journalisten, die derzeit im Lager arbeiten, sind von Einwohnern des Camps beraubt worden“, sagte er.

    Die Angreifer hätten den Korrespondenten mit Gewalt ihre Handys entrissen. Der Zwischenfall habe sich noch am Sonntag ereignet, verletzt worden sei niemand.

    Zuvor war berichtet worden, dass am Rande des „Dschungelcamps“ eine Frau vergewaltigt worden sei,  die beim Dreh einer Reportage als Dolmetscherin tätig war.

    Am Montag hatte die französische Regierung mit der Räumung des umstrittenen Lagers in Calais begonnen. Am ersten Tag wurden bereits rund 2000 Migranten geräumt, wie die französischen Behörden am Abend mitteilten.

    Die Flüchtlinge werden mit Bussen auf Aufnahmezentren im ganzen Land verteilt.

    Laut Angaben der Behörden befinden sich zurzeit etwa 7000 Menschen im Camp, wobei Hilfsorganisationen von etwa 10.000 Migranten in Calais ausgehen.

    Wie deutsche Medien unter Berufung auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) berichten, könnten nach der Räumung des Lagers Hunderte Flüchtlinge bald nach Deutschland kommen.

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    Migranten, Journalisten, Calais, Frankreich