17:32 21 April 2018
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    Explosion einer Atombombe (Symbolfoto)

    Ex-Pentagon-Chef: Atomkatastrophe derzeit wahrscheinlicher als im Kalten Krieg

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    Die Wahrscheinlichkeit einer nuklearen Katastrophe hat laut dem ehemaligen Pentagon-Chef William Perry in den letzten zehn Jahren wegen der Differenzen zwischen den USA und Russland zugenommen, wie „Army AL&T Magazine“ berichtet.

    „Die Gefahr einer realen Katastrophe (durch die Anwendung – Anm. d. Red.) von Atomwaffen ist größer, als sie zu den Zeiten des Kalten Krieges wegen der Bedrohung durch den nuklearen Terrorismus und regionaler Kriege war. Es existierten einfach keine derartigen Möglichkeiten während des Kalten Krieges“, zitiert das Magazin Perry.

    Dem Ex-Pentagon-Chef zufolge kann ein Atomkrieg auch wegen „falschem Alarm“ oder auch infolge einer falschen Bewertung der aktuellen Situation ausbrechen.

    „Diese Probleme entstanden, weil das Verhältnis der USA gegenüber Russland und umgekehrt immer aggressiver wurde (…) Sie (die angespannten Beziehungen – Anm. D. Red.) erhöhen das Risiko, auf das wir uns nicht einlassen dürfen“, so Perry weiter.

    Gleichzeitig bezeichnete der Ex-Pentagon-Chef den Terrorismus als höchst reale Gefahr und räumte ein, dass terroristische Organisationen an eine Atombombe gelangen könnten. Doch würden sie diese nicht einsetzen können, wenn sie dabei keinen Kernbrennstoff bekommen würden.

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    Tags:
    Spannungen, Beziehungen, Risiko, Terrorismus, Kalter Krieg, wahrscheinlicher, Atomkatastrophe, Pentagon, USA
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