11:52 19 August 2018
SNA Radio
    RAH-66 Comanche-Prototyp beim Testflug

    Pentagon wirft 58 Milliarden Dollar für Waffensysteme zum Fenster hinaus

    © AP Photo / Phil Sandlin
    Panorama
    Zum Kurzlink
    99010

    Das US-Verteidigungsministerium gab innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte 58 Milliarden US-Dollar für Waffensysteme aus, die schließlich nicht entwickelt wurden. Dies berichtet die Zeitschrift „Washington Examiner“ unter Berufung auf einen Bericht des US-Vizeverteidigungsministers Frank Kendall am Mittwoch.

    23 kostspielige Waffenprogramme seien gestartet, finanziert und dann eingestellt worden, heißt es im Bericht von Kendall, der in seiner Behörde für  Ankäufe, Technologie und Logistik verantwortlich ist.

    Das krasseste Beispiel solch einer Geldverschwendung sei das sogenannte Programm „Kampfsysteme der Zukunft" (Future Combat Systems), das die Bildung von Einheiten vorsah, deren unbemannte Militärtechnik in ein Netzwerk eingebunden werden sollte. Das Programm  kostete mehr als 20 Milliarden US-Dollar, und wurde im Laufe von sechs Jahren entwickelt, bis es endlich 2009 geschlossen wurde.

    In das Projekt zur Entwicklung des Aufklärungs- und Kampfhubschraubers RAH-66 Comanche habe das US-Verteidigungsministerium weitere 9,8 Milliarden US-Dollar investiert. Dieses Programm wurde bereits 2004 gestrichen.

    Die beiden obenerwähnten Programme machen mehr als die Hälfte der „versunkenen Kosten" aus. In acht der 23 eingestellten Projekte seien alle bereitgestellten Geldmittel  völlig verausgabt worden.

    Allerdings versichern die Beamten des Ministeriums, dass diese Kosten nicht  vergeblich waren, weil die entwickelten Technologien der geschlossenen Programme künftig doch  in anderen Waffensystemen angewendet werden können.

    Tags:
    Waffen, US-Verteidigungsministerium, Pentagon, USA
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren