13:44 31 März 2020
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    Zwei Monate nach den letzten verheerenden Erdbeben ist Mittelitalien am Mittwochabend von einem noch stärkeren Beben heimgesucht worden. Erst mit Sonnenaufgang wird man sich einen Überblick über den Schaden verschaffen können. Erste Folgen werden langsam bekannt.

    Wie die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Carabinieri der Provinz Macerata meldet, hat ein 73-Jähriger in Tolentino offenbar infolge der Naturkatastrophe einen Herzinfarkt erlitten und ist gestorben. Der Schock könnte den Infarkt ausgelöst haben. Er sei das erste „indirekte“ Todesopfer des Bebens, sagte der Chef der Provinzbehörde, Stefano Di Iulio.

    Mehrere Bürgermeister der kleinen Gemeinden in den Marken und in Umbrien hatten sich laut dpa zuversichtlich gezeigt, dass es trotz schwerer Schäden keine Vermissten und Verschüttete geben könnte. „Meine Fachleute haben mir gesagt, dass das historische Zentrum (…) komplett unzugänglich sein könnte“, wird der Bürgermeister der Gemeinde Visso, Giuliano Pazzaglini, am Donnerstagmorgen laut dpa bei Ansa zitiert.

    ​In Visso wurde der heftigste Erdstoß gemessen. Die Stärke variierte nach Angaben unterschiedlicher Erdbebenwarten zwischen 5,9 und 6,1. Selbst im mehr als 120 Kilometer entfernten Rom wackelten demnach noch Wände und Tische, Menschen rannten erschrocken auf die Straße. Sogar das Außenministerium ist evakuiert worden.

    Medienberichten zufolge verbrachten viele Menschen in der Erdbebenregion die Nacht im Auto oder in Notunterkünften. Aus Sicherheitsgründen sollten am Donnerstag die Schulen in mehreren betroffenen Gemeinden geschlossen bleiben.

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    Tags:
    Erdbeben, Italien