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20:06 23 Juli 2019
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    Absturzstelle der malaysischen Boeing 777

    MH17-Ermittlungen: Russland übergibt Niederlanden Radardaten – Medien

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    Ermittlungen zu MH17-Absturz (224)
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    Russland hat den Niederlanden technische Daten zum Absturz der malaysischen Boeing MH17 in der Ostukraine übermittelt, wie das Nachrichtenportal „Dutch News“ am Donnerstag unter Berufung auf den niederländischen Justizminister Ard van der Steur meldete.

    Laut dem niederländischen TV-Sender NOS handelte es sich dabei vor allem um die Radarbilder vom Absturzort. Über eine mögliche Verwendung dieser Unterlagen im Strafverfahren müsse jedoch noch die niederländische Staatsanwaltschaft entscheiden.

    ie internationale Ermittlungsgruppe JIT (Joint Investigation Team), die am 28. September ihren vorläufigen Bericht zur Untersuchung des Absturzes der malaysischen Boeing 777 auf dem Flug MH17 aus Amsterdam nach Kuala Lumpur präsentierte, hatte erklärt, das der Fliegerabwehr-Raketenkomplex „Buk“, aus dem das Flugzeug abgeschossen worden sein soll, angeblich aus Russland gebracht worden sei und nach dem Absturz der Maschine wieder nach Russland zurückgekehrt sei. Russlands Außenministerium hatte die Ermittlungen als parteiisch und politisch motiviert verurteilt.

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    Laut den Experten des russischen Konzerns Almaz-Antey wurde das Flugzeug von einer 9M30-Rakete getroffen, die aus dem Dorf Saroschtschenskoje abgefeuert wurde, das sich an jenem Tag unter Kontrolle der ukrainischen Armee befand. Almaz-Antey-Experten hatten den Abschuss mit einer 9M38M1-Rakete und einem alten, abgeschriebenen Flugzeug simuliert.

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit 298 Menschen an Bord war am 17. Juli 2014 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur etwa um 15.20 Uhr MESZ im Luftraum über der Ukraine von den Radaren verschwunden. Nach Angaben russischer Fluglotsen befand sich die Boeing in diesem Augenblick etwa zehn Flugminuten von der russischen Grenze entfernt. Den Absturz überlebte niemand.

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    Ermittlungen, MH17, Flugabwehr-System Buk, Boeing 777, internatiionale Ermittlungsgruppe JIT, Außenministerium Russlands, Malaysia Airlines, Ard van der Steur, Niederlande, Russland