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05:50 15 Oktober 2019
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    Ukrainische Flüchtlinge

    Über 65.000 Ukrainer wurden 2015 zu Russen

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    Ein Drittel der im vergangenen Jahr in Russland eingebürgerten Ausländer sind Zwangsvertriebene aus der Ukraine, wie Valentina Kasakowa, Verwaltungschefin in der russischen Migrationsbehörde mitteilt.

    „Im Jahr 2015 haben 200.000 Menschen die russische Staatsangehörigkeit erhalten. 65.000 davon sind ehemalige Bürger der Ukraine“, sagte Kasakowa.

    Insgesamt würden sich in Russland derzeit über eine Million Menschen aus der Südostukraine aufhalten. „Über 440.000 Menschen davon haben einen Antrag auf Asyl eingereicht. Da sie sich inzwischen teilweise integriert haben und die russische Staatsbürgerschaft erhielten, sind 270.000 Menschen mit Flüchtlingsstatus registriert“, fügte sie hinzu.

    Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

    Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen sind laut UN-Angaben mehr als 9.500 Menschen ums Leben gekommen. Formell gilt seit September 2015 in der Region eine Waffenruhe. Sie wird jedoch immer wieder verletzt.

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    Tags:
    Pass, Staatsbürgerschaft, Krieg, Migranten, Donbass, Russland, Ukraine