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12:45 14 Oktober 2019
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    Frauen und Kinder verlassen Aleppo unter Schutz russischer Offiziere

    Nur zu Hilfszwecken: Moskau für neue humanitäre Pausen in Aleppo

    © Sputnik / Mikhail Alaeddin
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    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
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    Russland ist bereit, neue humanitäre Pause im syrischen Aleppo einzulegen, verlangt jedoch, dass diese ausschließlich für die Hilfe der Bevölkerung genutzt werden, wie der russische Vize-Außenminister Gennadi Gatilow mitteilte.

    Der Minister wies dabei darauf hin, dass die Kämpfer derartige Feuerpausen nicht selten zu Neugruppierung oder Verstärkung genutzt hätten.

    „Wir sind bereit, die humanitäre Waffenruhe, humanitäre Pausen fortzusetzen. Aber wir erwarten, dass diese dafür genutzt werden, um tatsächlich der zivilen Bevölkerung zu helfen und sie durch humanitäre Korridore herauszuführen“, sagte Gatilow bei seinem jüngsten Israel-Besuch.

    „Sechs humanitäre Korridore bleiben bestehen. Unsere Militärs sind bereit, mit allen Mitteln diesen humanitären Auszug zu sichern“, so der Vize-Außenminister. „Aber gleichzeitig nutzen Opposition und radikale Islamisten diese humanitären Pausen, um sich neu zu gruppieren, zum Ausruhen sowie um zusätzliche Unterstützungstruppen zu bekommen, und danach ihren Vormarsch fortzusetzen. Das lehnen wir natürlich kategorisch ab“, betonte der Minister.

    Gatilow forderte von den humanitären UN-Organisation sich dessen im Klaren zu sein, dass Feuerpausen oft „unzweckmäßig“ ausgenutzt würden.

    Die humanitäre Pause war am 20. Oktober um 08:00 Uhr Ortszeit in Kraft getreten. Acht Korridore waren vorgesehen – sechs für Zivilisten und zwei für bewaffnete Kämpfer. Die russischen und syrischen Luftstreitkräfte hatten bereits am Dienstag vor einer Woche ihre Angriffe auf die Stellungen der Terroristen eingestellt, um die umkämpfte Stadt auf die großangelegte Feuerpause vorzubereiten.

    Doch die Terroristen wollten ihre Stellungen nicht verlassen und sperrten auch die Zivilisten ein. Am Samstag begann die Regierungsarmee mit einer Offensive im Süden der Stadt. Unterschiedlichen Angaben zufolge befinden sich in Aleppo noch immer rund 7.000 Terroristen verschiedener Gruppierungen.

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    Islamisten, Opposition, Kämpfer, Korridor, Zivilisten, Hilfe, humanitäre Pause, Uno, Gennadi Gatilow, Russland, Aleppo