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20:15 17 Oktober 2019
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    Situation in Aleppo

    Zwei Schulen in Syrien beschossen: Russisches Verteidigungsministerium meldet Tote

    © AFP 2019 / Thaer Mohammed
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    Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat am Donnerstag zwei weitere Angriffe auf syrische Schulen gemeldet. Bei dem Beschuss einer Schule in Aleppo sind nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums drei Kinder getötet und zehn weitere schwer verletzt worden. Dies erklärte der Sprecher der Behörde, Igor Konaschenkow.

    Laut Unicef-Generaldirektor Anthony Lake handelt es sich bei den betroffenen Bildungseinrichtungen um eine Schule in Douma und eine im Westen Aleppos. „Seit dem 11. Oktober sind somit schon fünf Schulen angegriffen worden“, so Lake laut einer Mitteilung auf der Webseite des Kinderhilfswerks der Uno. Dort werden allerdings weder mutmaßliche Schuldige an den Verbrechen noch Informationsquellen genannt.

    Die Schule in Hadaiq al-Andalus (Aleppo) war nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums mit einer Mine und einer Gasflasche aus dem östlichen Teil der Stadt attackiert worden, wo die Terroristen noch die Kontrolle haben. Gleichzeitig sei auch ein humanitärer Korridor der Stadt beschossen worden, wobei zwölf Zivilisten ums Leben kamen und 20 weitere verletzt wurden.

    Diesen Vorfall hat auch Aleppos Polizeichef Zuhir Said Aldin in einem Interview mit dem TV-Sender Rossija-1 bestätigt. Aldin zufolge befinden sich keine Militärs in der Region, dafür aber mehrere Schulen.

    Angriffe auf Aleppo
    © REUTERS / Abdalrhman Ismail
    Am Mittwoch hatte Unicef noch mitgeteilt, dass in der von Rebellen kontrollierten syrischen Provinz Idlib eine Schule „wiederholt angegriffen worden“ war. Bei der Attacke seien 22 Schüler und sechs Lehrer ums Leben gekommen.

    Mehrere Medien wie Reuters oder Spiegel Online schrieben unter Berufung auf den Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, „die Angriffe seien vermutlich von russischen Kampfflugzeugen ausgeführt worden“.

    Am Donnerstag hatte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, erklärt, dass der Videobericht über den Luftangriff auf die Schule in der syrischen Siedlung Hass bei Idlib ein Fake ist. Hierzu hat die Behörde bereits eigene Fotobeweise geliefert.

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    Tags:
    Tote, Beschuss, Schule, Unicef, Anthony Lake, Igor Konaschenkow, Aleppo, Syrien