20:11 27 September 2020
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    Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat Medienberichte über die angebliche Entrüstung Wladimir Putins wegen einer Provokation der russischen Militärs gegen die Nato kommentiert und darauf verwiesen, dass der Staatschef sich immer gegen jegliches Anheizen von Spannungen in internationalen Beziehungen eingesetzt hat.

    „Geschlossene Beratungen werden eben darum geführt, damit sich die Teilnehmer offen über die aktuellen Probleme austauschen können. Deswegen kann ich diese Informationen weder bestätigen noch dementieren“, so Peskow.

    „Ich kann nur sagen, dass der Präsident zweifelsohne kein Befürworter des Anheizens von Spannungen ist und für die Einhaltung der Normen des internationalen Rechtes eintritt, die der Vermeidung von Zwischenfällen in der Luft wie auf dem Meer dienen“, so Putins Sprecher und fügte hinzu: „Als Oberbefehlshaber schenkt er dem die nötige Aufmerksamkeit.“

    Zuvor hatte die Agentur Bloomberg gemeldet, dass Putin bei einer Regierungssitzung das Manöver russischer Militärflugzeuge in der Nähe eines US-Kriegsschiffs scharf kritisiert hätte. Ein Teilnehmer hatte demnach zu dem Vorfall geäußert, dass die Amerikaner das „verdient“ hätten. Darauf regierte Präsident Putin mit Entsetzen: „Sind sie verrückt geworden?“

    Bei dem fraglichen Vorfall soll es sich um ein Manöver gehandelt haben, das sich noch im Sommer 2015 ereignet hatte. Damals hatte sich eine Su-24 dem amerikanischen Zerstörer USS Ross im Schwarzen Meer angenähert. Nach Angaben der 6. Flotte der US Navy war der russische Kampfjet jedoch unbewaffnet.

    Nach dem pro-westlichen Umsturz Anfang 2014 in der Ukraine und der Abspaltung der Krim haben die USA und ihre Nato-Partner ihre militärische Präsenz im Schwarzen Meer aufgestockt, und zusätzliche Truppen in Osteuropa aufgestellt. Russland reagiert darauf mit Besorgnis.

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    Tags:
    Oberbefehlshaber, Kampfjets, Annäherung, Kriegsschiffe, NATO, Dmitri Peskow, Wladimir Putin, Russland