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    Verfassungsschutz: IS-Niederlage in Mossul kann Terrorgefahr in Deutschland erhöhen

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    Eine militärische Niederlage der Terrormiliz Daesh (IS, auch „Islamischer Staat“) in der irakischen Hochburg Mossul kann die Terrorgefahr in Deutschland erhöhen. Dies sagte der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, gegenüber dem Deutschlandfunk.

    Eine Niederlage des Islamischen Staates in Mossul könnte demnach zur Folge haben, „dass das in einer derartigen Situation auch seine Unterstützer in Europa alarmieren könnte, dass es zu Anschlägen oder auch mit Gewalttaten zu flankierenden Unterstützungsleistungen kommt“, so Maaßen.

    Trotz der militärischen Misserfolge der IS-Terrormiliz in Syrien und im Irak kehren ihm zufolge nur wenige ausländische Kämpfer nach Europa zurück. Der Grund dafür liege wahrscheinlich darin, dass die ausländischen Kämpfer in Mossul „bis zur letzten Patrone da sein wollten, um einen Märtyrertod im Kugelhagel der Koalitionstruppen zu sterben“, vermutet Maaßen. Dagegen seien aber die einheimischen Kämpfer bereit, als Flüchtlinge zu fliehen.

    Die irakischen Streitkräfte hatten am 17. Oktober eine Offensive auf Mossul – die mächtigste aller IS-Hochburgen im Irak – gestartet. Die kurdischen Peschmerga und die US-Luftwaffe unterstützen die Operation. Die Millionenstadt steht seit Juni 2014 unter Kontrolle des IS.

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    Terrorgefahr, Terroristen, Terrormiliz Daesh, Hans-Georg Maaßen, Europa, Deutschland, Mossul, Irak, Syrien