13:41 31 März 2020
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    In Deutschland nimmt die Zahl der Verdachtsfälle von „Reichsbürgern“ in Reihen der Polizeibehörden immer weiter zu. Dies berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ). Die meisten Fälle meldet Bayern.

    Laut einer Umfrage der „SZ“ unter den Landesinnenministerien liegt die aktuelle Zahl der Disziplinarverfahren bei 15. Die meisten Fälle meldet demnach Bayern, wo Ende der vergangenen Woche ein 26-jähriger Beamter suspendiert worden sei. Damit sei er bereits der sechste mutmaßliche „Reichsbürger“ bei der dortigen Polizei.

    Neben Bayern führt der „SZ“ zufolge Sachsen-Anhalt vier Disziplinarverfahren gegen mutmaßliche „Reichsbürger“ bei der Polizei, drei von ihnen seien bereits vom Dienst enthoben worden. Nordrhein-Westfalen prüfe seit Ende vergangener Woche zwei neue Verdachtsfälle, womit sich die Zahl der entsprechenden Disziplinarverfahren dort auf vier verdoppeln könnte. In Berlin sei ein Polizist als „Reichsbürger" suspendiert worden. Die Bundespolizei führe derzeit zwei solche Disziplinarverfahren.

    Bei einer Razzia am Mittwoch in Georgensgmünd in Franken hatte ein Anhänger der sogenannten „Reichsbürger“-Bewegung auf Polizeibeamte geschossen. Vier Polizisten mussten mit teils schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Der 49 Jahre alte Täter soll leicht verletzt und verhaftet worden sein.

    Die sogenannten „Reichsbürger des Freistaats Preußen“ meinen, das Deutsche Reich in seinen Grenzen von 1937 bestehe noch immer und Deutschland befinde sich weiter im Krieg gegen die Alliierten. Die Bundesrepublik wiederum existiere nicht als Staat, sondern sei eine Firma.

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    Tags:
    Verfahren, Polizei, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Bayern, Deutschland