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07:42 14 Oktober 2019
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    „The Times“ kennt Putins Aleppo-Pläne? – Kreml zweifelt

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    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat einem Bericht der Zeitung „The Times“ widersprochen, demzufolge Russland angeblich eine großangelegte Aleppo-Offensive vorbereiten soll.

    „Sollte die Zeitung ‘The Times’ über gewisse Informationen darüber verfügen, dass die Kämpfer einen großangelegten Vormarsch starten wollen, dann hätten sie das auch so schreiben sollen“, sagte Peskow. Stattdessen würden sie von irgendwelchen Aufklärungsdaten schreiben, so Kreml-Sprecher weiter. „Die Zeitung ‘The Times’ verfügt wohl kaum über die Informationen zu den Plänen des Präsidenten (Wladimir Putin – Anm. d. Red.)“, so der Sprecher.

    Als Russlands Staatschef die Entscheidung getroffen habe, die humanitäre Pause in Aleppo zu verlängern, so Peskow, habe es aus dem Kreml verlautet, dass letztlich alles von der Position der Terroristen abhängen würde.

    „Eine Verlängerung der humanitären Pause ist im Falle einer Wiederaufnahme der Angriffshandlungen durch die Kämpfer unmöglich. Genau das ist aus Sicht des Präsidenten sehr wichtig“, teilte Peskow weiter mit. „Und so wird die Pause derzeit fortgesetzt; aktuell wird der Auszug von Zivilisten und Verletzten aus Ost-Aleppo gewährleistet und Bedingungen für humanitäre Hilfe geschaffen.“

    Doch das alles werde sofort unmöglich, sollten „die Terroristen den Beschuss der entsprechenden Bezirke, der Lieferroute von humanitären Hilfsgütern fortsetzen oder zu einer Offensive übergehen und dabei Zivilisten als menschliche Schutzschilde nutzen“, schloss Peskow.

    Zuvor hatte die Zeitung „The Times“ unter Berufung auf eine Quelle aus westlichen Geheimdiensten berichtet, Russland werde in dieser Woche einen groß angelegten Einsatz in der syrischen Stadt Aleppo beginnen. Der russische Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ soll die Operation demnach angeblich unterstützen. Der Flugzeugträger würde zwischen Mittwoch bis Freitag in Begleitung von sieben Schiffen an der syrischen Küste erwartet, so „The Times“ in dem Bericht.

    In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 220.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen Rebellen, aber auch islamistische Terrormilizen gegenüber, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören.

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    Zivilisten, Humanitäre Hilfsgüter, humanitäre Pause, Aufklärungsdaten, Terroristen, Vormarsch, Offensive, Times, Dmitri Peskow, Aleppo, Russland