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16:49 22 September 2019
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    US-Präsidentschaftskandidatin Hillary ClintonWeißes Haus

    Exklusivinterview: WikiLeaks-Enthüllungen zu Clinton aus Washington lanciert

    © REUTERS / Brian Snyder © REUTERS / Jonathan Ernst
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    Amerikanischen Geheimdiensten zufolge stehen russische Hacker hinter den WikiLeaks-Enthüllungen, bei denen es um die E-Mail-Korrespondenz des Wahlkampfstabes der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton geht. Laut Craig Murray, Whistleblower und Ex-Botschafter Großbritanniens in Usbekistan, hat Moskau aber nichts damit zu tun.

    „Die Quelle dieser E-Mails, dieser Enthüllungen, hatte überhaupt nichts mit Russland zu tun“, sagte Murray in einem Sputnik-Interview.

    „Ich habe die Quelle entdeckt, als ich (die Verleihung der Auszeichnung  – Anm. d. Red.) Sam Adams Award in Washington besucht habe, bei der ich vor einigen Monaten Vorsitzender war. Die Quelle dieser E-Mails kommt aus offiziellen Kreisen in Washington DC. Man sollte nach Washington und nicht nach Moskau schauen, was die Quelle dieser E-Mails betrifft“, erläuterte er.

    Was die Vorwürfe gegen Russland in diesem Zusammenhang betrifft, so nannte Murray diese „absoluter Unsinn“.

    „WikiLeaks hat niemals irgendwelche von der russischen Regierung oder von irgendeinem Stellvertreter der russischen Regierung erhaltene Daten veröffentlicht. Das ist einfach eine absolut unwahre Behauptung, die den Zweck hat, die Aufmerksamkeit vom Inhalt der Daten abzulenken“, betonte er.

    Der Sam Adams Award ist eine jährlich vergebene Auszeichnung, die nach dem Whistleblower Samuel A. Adams benannt ist. Die Auszeichnung gibt es seit 2002. Sam Adams ist bekannt als Whistleblower, der Daten während des Vietnamkrieges enthüllt hatte. Die Auszeichnung wurde unter anderem Julian Assange, Edward Snowden, Chelsea Manning sowie Craig Murray verliehen.

    Im Oktober begann WikiLeaks mit der Veröffentlichung der E-Mail-Korrespondenz des Wahlkampfstabes der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin. Dabei handelte es sich um mehr als 19.000 Mails, die unter anderem zeigen, dass die Politikerin vom Nationalen Komitee der Demokraten (DNC) gegenüber ihrem damaligen Konkurrenten Bernie Sanders bevorzugt behandelt wurde.

    Außerdem offenbaren die enthüllten Schreiben Clintons Reden vor Mitarbeitern verschiedener Banken und Unternehmen, aus denen hervorgeht, dass die Politikerin offenbar ihre Überzeugung in zwei Standpunkte trennte: einen privaten und einen offiziellen.

    WikiLeaks ist eine internationale nichtkommerzielle Organisation, die geheime Informationen aus anonymen Quellen oder Unternehmen uneingeschränkt zugänglich macht. Die Webseite war 2006 von Julian Assange gegründet worden.

    Assange selbst hält sich zurzeit im Exil in der ecuadorianischen Botschaft in London auf. Der Journalist war im Dezember 2010 in London auf Antrag der schwedischen Rechtsschutzbehörden festgenommen worden, die seine Auslieferung an Schweden forderten. Im Sommer desselben Jahres wurden wegen Klagen zweier Frauen Ermittlungen wegen sexueller Belästigung gegen Assange eingeleitet. Aus Angst vor einer Auslieferung an die USA hatte er die Behörden Ecuadors um politisches Asyl ersucht. Laut Assange drohen ihm in den Vereinigten Staaten bis zu 35 Jahre Haft oder gar die Todesstrafe für die Veröffentlichung geheimer Staatsdepeschen.

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    Tags:
    Hacker, US-Präsidentschaftswahl 2016, WikiLeaks, John Podesta, Hillary Clinton, USA, Russland