15:38 29 November 2020
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    Während die zentralen Regionen Italiens unter den Folgen der jüngsten Erdbeben leiden, droht dem Stausee Lago Omodeo auf Sardinien die Austrocknung. Dabei ist der See nicht nur lebenswichtig für die Insel, sondern auch eine beliebte Sehenswürdigkeit für Touristen, wie die italienische Zeitung „La Stampa“ berichtet.

    Seit 25 Jahren leidet Sardinien unter starker Dürre. Seit Monaten gibt es schon keinen Regen in dieser Region. Die Folgen ließen nicht lang auf sich warten: Der Wasserspiegel im Stausee Lago Omodeo sank laut der Zeitung binnen eines Vierteljahrhunderts um ganze zwölf Meter. Auch die Ufer seien ausgetrocknet, weshalb dort nichts mehr wachse.

    In diesem Zusammenhang droht auch der Landwirtschaft Sardiniens eine Katastrophe: Wie die Zeitung schreibt, verbieten die örtlichen Wasserschutzbehörden seit September die Bewässerung von Weiden, weswegen das Vieh nicht mehr grasen könne. Auch in den Siedlungen soll unter anderem der Wasserverbrauch wesentlich eingeschränkt worden sein – zumindest bis zu neuen Niederschlägen.

    Der Stausee Lago Omodeo erstreckt sich über 20 Kilometer Länge und entstand 1924, als der Fluss Tirso gestaut wurde. Dies war notwendig, um den chronischen Wassermangel Sardiniens zu lindern.

     

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    Tags:
    Dürre, Natur, Sardinien, Italien