14:08 10 April 2020
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    Der am Mittwochabend in Berlin verhaftete mutmaßliche Islamist Ashraf Al T., 27, hatte nach FOCUS-Informationen ein Messer-Attentat am Montag nächster Woche in Berlin geplant. Ein Hinweis des US-Geheimdienstes von Dienstagabend an das Bundesamt für Verfassungsschutz löste dort Alarm aus.

    Die Amerikaner hatten bei einer Telefonüberwachung ein Gespräch zwischen T. und seinem IS-Kommandanten in Syrien abgefangen. In dem Telefonat bat T. darum, endlich zuschlagen zu dürfen. Er habe keine Lust mehr, zu warten.

    Sein Kommandant erteilte ihm die Freigabe für ein Attentat. Nach Analyse dieser Hinweise entschieden sich die Staatsschützer, umgehend zuzugreifen. Knapp 24 Stunden später wurde der Syrer in seiner Wohnung in der Schöneberger Kolonnenstraße in Berlin festgenommen.

    Polizeigewahrsam am Tempelhofer Damm

    Bei der Auswertung seines Computers entdeckten die Fahnder den klaren Hinweis, dass das Attentat nächste Woche stattfinden sollte. Nach FOCUS-Informationen war ein Angriff mit der Stichwaffe geplant.

    Der Tatverdächtige kam in Polizeigewahrsam am Tempelhofer Damm. Dort schlug er in offenbar selbstmörderischer Absicht seinen Kopf gegen die Zellenwand. Daraufhin setzten ihm die Beamten einen Schutzhelm auf und fesselten ihn. Der Selbstmord des mutmaßlichen Terroristen Jaber Albakr, der sich im Leipziger Gefängnis erhängte, hatte die Ermittler sensibilisiert.

    Galt als selbstmordgefährdet

    Heute Nachmittag brachte  ein SEK-Kommando T. per Hubschrauber zur Bundesanwaltschaft nach Karlsruhe. Nach FOCUS-Informationen reiste der 27-Jährige im Oktober 2015 als syrischer Flüchtling nach Deutschland. Vermutlich handelt es sich bei ihm aber um einen Tunesier.

    In seiner Flüchtlingsunterkunft galt er als selbstmordgefährdet und wurde daraufhin in eine Berliner Klinik überstellt. Dort wurde indes keine Suizidgefährdung attestiert. In Deutschland war er seitdem nicht auffällig.

    Der Beitrag erschien zuerst bei FOCUS ONLINE

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