02:46 29 Januar 2020
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    Terrororganisation Daesh (307)
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    Irakische Streitkräfte haben bei der Befreiung der Region Ar-Rutbah im Westen des Landes vom „Islamischen Staat“ (IS, auch Daesh) Unterlagen gefunden, die belegen, dass die Terrororganisation Minderjährige gefangen hielt – weil sie lieber tanzten, statt für den IS in den Kampf zu ziehen.

    Der sechzehnjährige Gidan, beim IS Abu Al-Baraa genannt, und sein gleichaltriger IS-Gefährte Abdel Khamid alias Abi Bak sind „wegen übermäßigem Humor und Freude am Tanz“ von ihren Vorgesetzten ins Gefängnis geworfen worden, wie aus Unterlagen hervorgeht, die Sputnik vorliegen. 

    Abu Al-Baraa wurde vorgeworfen, Kampfhandlungen „geschwänzt“ zu haben. Auch sein Kumpel Abi Bakr soll den Kämpfen des IS ferngeblieben sein. Eine schwerere Strafe hat sich der Minderjährige nach Ansicht seiner IS-Richter aber dadurch verdient, dass er es gewagt habe, vor den Augen anderer Kämpfer zu tanzen – ein „unmoralisches Verhalten“, heißt es dazu in den Unterlagen.

    Das Schicksal der beiden ist derzeit unbekannt. In den IS-Gefängnissen in der Region Ar-Rutbah, die die irakische Armee jüngst befreit hatte, waren die Minderjährigen jedenfalls nicht zu finden.

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    Terrormiliz Daesh, Abdel Khamid alias Abi Bak, Irak, Ar-Rutbah