08:58 13 Dezember 2019
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    Politskandal in Südkorea: Ermittler durchsuchen Samsung-Büros

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    Die Staatsanwaltschaft Südkoreas hat bei ihren Ermittlungen in dem Korruptionsskandal um eine Freundin von Präsidentin Park Geun-hye auch die Büros des Technologie-Riesen Samsung durchsuchen lassen. Dies meldet die südkoreanische Agentur Yonhap.

    Die Durchsuchungen wurden demnach am Dienstag in den Samsung-Büros der Abteilung für auswärtige Angelegenheiten durchgeführt.

    Die Behörden vermuten, dass Samsung insgesamt 2,8 Millionen Euro unter dem Vorwand einer Beratervereinbarung an ein in Deutschland ansässiges Unternehmen von Choi Soon Sil, einer langjährigen Freundin und Vertrauten von Geun-hye, überwiesen habe.

    Damit soll die Familie die Reitsport-Ausbildung von Chois Tochter finanziert haben. Untersucht wird in diesem Zusammenhang auch die Verbindung der Samsung-Abteilung für auswärtige Angelegenheiten mit der internationalen Dachorganisation des Pferdesports (Federation Equestre Internationale, FEI) in Südkorea.

    Der politische Skandal war bereits in der vergangenen Woche ausgebrochen. Geun-hye wird vorgeworfen, Choi, die kein offizielles Amt innehat, Einmischung in Regierungsgeschäfte erlaubt zu haben. Außerdem soll Choi eine Rede von Geun-hye bearbeitetet haben, bevor sie offiziell veröffentlicht wurde.

    Die Strafverfolgungsbehörden schließen dabei nicht aus, dass Choi die Beziehungen zu Geun-hye auch für private Zwecke ausgenutzt habe. Sie soll Sponsorengelder für zwei ihrer privaten Stiftungen eingetrieben und sich somit persönlich bereichert haben. Das Gericht erließ bereits einen Haftbefehl für Choi.

    Das Zustimmungsrating der südkoreanischen Präsidentin fiel in diesem Zusammenhang auf ein Rekordtief von fünf Prozent. Zehntausende Südkoreaner protestierten am vergangenen Wochenende und forderten Geun-hyes Rücktritt.

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    Tags:
    Korruptionsvorwurf, Korruption, Samsung, Park Geun-hye, Südkorea