11:55 03 August 2020
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    Das Nachrichtenportal Life.ru hat Wahlversprechungen von Donald Trump zusammengefasst und vorgeführt, wen die eventuellen Veränderungen des US-Visa-Regimes unter Donald Trump betreffen können.

    Studenten, die im Rahmen eines interkulturellen Austauschprogramms in die USA einreisen wollen

    Im März 2016 gab Trump in einem Interview mit der Nachrichtenagentur  Associated Press bekannt, dass er die Visa für Teilnehmer an Studentenaustausch-Programmen vom Typ J-1 aufheben will.  Jährlich reisen rund 300.000 Studenten mit einem J-1-Visum in die USA ein. Trump zufolge kann und  muss man solche Austausch-Studenten, die von den Arbeitgebern als billige Arbeitskräfte bevorzugt werden, durch junge US-Amerikaner  ersetzen.

    Die in den USA geborenen Kinder, deren Eltern ins US-Gebiet illegal gekommen sind

    Ein Kind, das in den USA geboren wurde, bekommt die US-Staatsbürgerschaft automatisch nach dem Geburtsortsprinzip, auch wenn seine Eltern ins Land illegal eingereist sind. Diese Tatsache neben dem hochentwickelten Gesundheitswesen zieht eine große Anzahl von Frauen an, die ihre Kinder im US-Gebiet zur Welt bringen wollen.

    Bereits 2015 hatte Trump gesagt, er wolle diese Regelung außer Kraft setzen. Dafür müsste er aber eine Verfassungsänderung vornehmen.

    Hochqualifizierte Ausländer

    Die Zukunft des Arbeitsvisums könne unter Trump auf der Kippe stehen, so die Webseite. Es gehe  um das Visum vom Typ H-1B, das an speziell qualifizierte ausländische Arbeitnehmer vergeben wird, die über ein abgeschlossenes Hochschulstudium verfügen. Zwar beträgt die Jahresquote für solche Visa lediglich 65.000 plus  20.000 Visa für Ausländer, denen der akademische Grad „Master" an den US-Universitäten verliehen wurde. Jedoch meint Trump, das sei zu viel, und will sie überhaupt aufheben.

    Außerdem äußerte er während des Wahlkampfes, er wolle eine Kriminalstrafe für diejenigen, die das Land nach dem Auslaufen  der Gültigkeitsdauer ihrer Visa nicht verlassen.

    Allerdings sagte Trump einer Kategorie der Einwanderer zu, die Einreise in die Vereinigten Staaten zu erleichtern.

    Polen sind willkommen.

    Ende September versprach Trump vor einem polnisch-stämmigen Publikum, sich um die Aufhebung der Visapflicht für polnische Staatsbürger zu  kümmern. Polen und Bulgarien sind momentan die einzigen EU-Länder, für deren Bürger das Visa-Waiver-Programm nicht gilt, laut dem man sich in den USA bis zu 90 Tage ohne Visum aufhalten kann. 

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    Tags:
    Visa, Einwanderung, Donald Trump, USA