01:54 13 Juli 2020
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    Ein Wiener hat mehr als ein Jahr lang darum gekämpft, den Namen seines Großvaters annehmen zu dürfen. Nun darf er doch Zebra mit Nachnamen heißen, wie der Verfassungsgerichtshof (VfGH) kürzlich entschied, schreibt die österreichische Zeitung „Der Standard“ am Donnerstag.

    Der Wiener Magistrat hatte den Antrag des Wieners auf Namensänderung im August des Vorjahres abgelehnt. Ein Zebra sei ein „in den Savannen Afrikas lebendes Pferd“ und somit kein möglicher Nachname. Die Begründung lautete, dass eine Änderung im Einklang mit dem Namensänderungsgesetz ausgeschlossen sei, wenn der beantragte Familienname „lächerlich, anstößig oder für die Kennzeichnung von Personen im Inland nicht gebräuchlich ist“. Im Gegensatz zu Namen wie Hahn oder Fuchs heiße eben niemand in Österreich Zebra.

    Der Wiener wollte diese Entscheidung jedoch nicht hinnehmen und ging bis zum Verfassungsgerichtshof. Sein Großvater und auch sein Vater hießen Zebra mit Nachnamen. Der Vater hatte den Namen jedoch in den 50er-Jahren abgelegt. Der VfGH entschied nun Mitte Oktober, dass das Gericht das Recht auf Privat- und Familienleben missachtet hatte. Der Name sei keine Eigenkreation, sondern vielmehr in der Familiengeschichte des Antragsstellers verankert. Ab sofort dürfe der Wiener daher Zebra heißen, hieß es. 

     

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    Tags:
    heißen, Wiener, Nachname, Zebra, Gericht, Wien, Österreich