19:54 30 März 2020
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    „Es waren Tausende“: Moskau zweifelt stark an Zivilopfer-Zahlen des Pentagon

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    Tausende Syrer und Iraker sind bei den Angriffen der US-Luftstreitkräfte im letzten Jahre ums Leben gekommen, wie aus dem russischen Verteidigungsministerium verlautete.

    Damit reagierte die Behörde auf die jüngste Erklärung des Sprechers des US-Zentralkommandos, Oberst John Thomas, wonach bei 24 Luftschlägen der US-Kampfjets zwischen 20. November 2015 und 10. September 2016 im Irak und Syrien 64 Zivilisten getötet und acht weitere verletzt worden wären.

    „Die US-Luftwaffe versetzte in Syrien und im Irak bis zu 20 Schläge pro Tag. Das sind insgesamt etwa 7.300 Angriffe alleine im vergangenen Jahr“, hieß es. Dabei hätten den größten Teil dieser Lufteinsätze strategische Bomber 1B bis B52H ausgeführt, deren „Menschenfreundlichkeit“ und „Präzision“ seit dem Vietnam Krieg berüchtigt sei.

    „Wenn man solche Erklärungen vom Zentralkommando der US-Luftwaffe hört, entsteht der Eindruck, dass weitere Tausende Zivilopfer unter Syrern und Iraker Pentagon einfach nicht für Menschen gehalten werden“, sagte die Quelle. „Aber selbst diese höchste Form der Schamlosigkeit und des Zynismus der amerikanischen Kollegen muss ihre Grenzen haben“, verlautet es weiter.

    Als Beispiel führte die Quelle den Luftschlag der US-Kampfjets vom September in Deir ez-Zor an, bei dem 62 syrische Militärs getötet und mehr als 100 weitere verletzt worden waren. „Sie waren keine Terroristen oder Gegner der US-Luftstreitkräfte, trotzdem wurden sie unklarem Grund nicht erwähnt“.

    Im Januar des laufenden Jahres waren, so die Quelle weiter, bei einem Angriff der US-Luftwaffe nahe Aleppo 24 syrische Zivilisten getötet und etwa 40 weitere verletzt worden. Im syrischen Manbidsch fielen alleine von Mai bis Juli 167 Zivilisten – davon 17 Frauen und 44 Kinder – den US-Luftschläge zum Opfer.

    „Die Situation im Irak ist ähnlich“, hieß es weiter. So waren am 20. Mai des laufenden Jahres bei US-Bombardements auf den der Universitätskomplex in Mossul 92 Zivilisten getötet und 135 verletzt worden.

    „Solche Beispiele kann man unendlich aufführen“, hieß es aus dem Verteidigungsministerium abschließend.

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    Zivilisten, Todesopfer, Luftschläge, Verteidigungsministerium, Weißes Haus, Pentagon, USA, Russland, Irak, Syrien