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    Anti-Trump-Proteste in New York

    Anti-Trump-Proteste erschüttern gesamte USA

    © Sputnik / Alexey Filippov
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    Von New York über Chicago bis nach Kalifornien protestierten die zweite Nacht infolge Gegner des frisch gewählten Präsidenten Donald Trump auf den Straßen. „Nicht mein Präsident“, skandieren Amerikaner landesweit.

    Der designierte Präsident selbst, der zunächst das Schweigen behielt, reagierte inzwischen auf die Demonstrationen im Land. „Hatte soeben eine offene und erfolgreiche Präsidentschaftswahl. Jetzt protestieren professionelle Protestler, aufgehetzt von den Medien. Wirklich unfair!“, twitterte Trump am Donnerstagabend.

    ​Aber in Philadelphia versammeln sich bei Sonnenuntergang trotzdem wieder Tausende enttäuschte Wähler.

    ​Auch in Baltimore gingen wieder Hunderte auf die Straße, örtlichen Medienberichten zufolge kam es sogar zu einer Festnahme.

    ​​Eine Wütende Menschenmenge skandierte Anti-Trump-Slogans auch im Campus der Universität von Minnesota in der Stadt Minneapolis, wo Tausende Protestierende durch Straßen zogen.

    ​​In der zweiten Nach infolge versammelten sich Protestierende auch in Columbus im US-Bundesstaat Ohio.

    ​Auch an der Westküste in Los Angeles machten die Menschen ihrem Ärger Luft. Hier wurden, genauso wie in Minneapolis, Schnellstraßen blockiert, bis die Polizei eingreifen musste.

    ​Am Donnerstag hatten sich Studenten aus mindesten zehn Universitäten in San Francisco einem Anti-Trump-Demonstrationszug angeschlossen.

    ​In Washington marschierten Demonstranten vom Weißen Haus, wo Trump bei Noch-Präsident Barack Obama zur Vorbereitung der Amtsübergabe zu Gast war, zu Trumps neu eröffnetem Hotel in der Hauptstadt. Sie skandierten Slogans wie „Kein Hass! Keine Angst! Hier sind Einwanderer willkommen!“ und trugen Schilder mit Slogans wie „Not my President“ („Nicht mein Präsident“).

    ​Eine Protest-Gruppe versammelte sich auch in der Innenstadt von Dallas, Bundesstaat Texas. Die Lokalzeitung "The Dallas Morning News" berichtete am Donnerstag, dass Menschen gegen „Wahnsinn und Gewalt“ demonstrierten, die aus ihrer Sicht mit Präsident Trump das Land ergreifen würden.

    Kurz nach Bekanntgabe des Wahlsiegers war es zuvor bereits in mehreren US-Städten zu Protestaktionen gekommen. In einigen Fällen wurden Medienberichten zufolge in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) ganze Straßen blockiert, Mülltonnen und US-Flaggen in Brand gesetzt.

    Zeitungen mit Donald Trump auf der Titelseite
    © REUTERS / Shannon Stapleton
    Die meisten Anti-Trump-Demos finden an der Westküste des Landes, wo ein großer Teil der Bevölkerung für die Demokratin Hillary Clinton gestimmt hatte. Beispielsweise in Portland zogen laut örtlichen Medienberichten rund 200 Menschen durch die Straßen, dort gab es später schwere Ausschreitungen.

    Am 8. November 2016 war der Republikaner und Milliardär Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt worden. Die Demokraten-Kandidatin und Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton gewann 232 Wahlmännerstimmen für sich, Trump dagegen 290. Für einen eindeutigen Wahlsieg reichten 270. Offizieller Amtsantritt Trumps ist der 20. Januar 2017.

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