14:33 28 September 2020
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    Eine aus 130 pakistanischen und afghanischen Flüchtlingen bestehende Gruppe hat den Versuch unternommen, die serbisch-kroatische Grenze in der Nähe der Orte Šid und Tovarnik zu stürmen, meldet die Agentur Tanjug am Montag. Sicherheitskräfte haben einen Durchbruch verhindert.

    Nach dem misslungenen Sturm hätten die Migranten versucht, die Grenze über Felder zu überqueren. Von der kroatischen Seite aus seien Polizisten entlang  der Grenze aufgestellt worden.

    Die Migranten seien nach einer Kundgebung in der serbischen Hauptstadt Belgrad am Freitag zu Fuß zur Grenze aufgebrochen. Die serbischen Behörden hätten ihnen vorgeschlagen, in Serbien zu bleiben, um in Aufnahmeeinrichtungen verteilt zu werden. Die Flüchtlinge würden eine solche Unterbringung jedoch ablehnen – sie seien bereit, an der Grenze auszuharren.

    Serbien und Kroatien liegen auf der Westbalkanroute, über die bis Anfang 2016  Hunderttausende Flüchtlinge Richtung Österreich und Deutschland gelangt sind. Seit Anfang März ist die Route aber blockiert.

    Zuvor hatte der Bundesnachrichtendienst (BND) vor der weiterhin bestehenden großen Gefahr durch eingeschleuste Kämpfer der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) gewarnt. Die Terroristen würden gezielt vorbereitet, um auf ihrer Reise nach Europa als klassische Flüchtlinge anerkannt zu werden und Asyl zu beantragen.

    Nach Informationen von WeltN24 befindet sich ein Jahr nach den Terroranschlägen in Paris der mutmaßliche Bombenbastler weiterhin auf der Flucht. Der Mann soll, wie auch die acht anderen Attentäter, als Flüchtling getarnt nach Europa gekommen sein. Dabei seien alle über die Balkanroute und Österreich bis nach Deutschland gereist, wo der Franzose Saleh Abdeslam später den Bombenbauer und zwei weitere Männer in Ulm abgeholt habe. Unter Verweis auf Ermittler berichtet die Zeitung, der dritte Mann sei bis heute verschwunden. Er habe Europa womöglich wieder verlassen und sei bereits wieder in Syrien.

    Die Zuwanderungskrise in Europa hatte sich 2015 im Zusammenhang mit dem steigenden Einwanderungsstrom aus Nordafrika, dem Nahen Osten sowie aus Zentral- und Südasien zugespitzt. Innerhalb des Jahres 2015 waren offiziellen Angaben zufolge rund 1,8 Millionen Migranten nach Europa gekommen. Experten zufolge handelt es sich um die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.

     

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    Tags:
    Balkanroute, Migranten, Kroatien, Serbien, Balkan