09:22 22 Februar 2020
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    Der Sieg des republikanischen Kandidaten Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl kann zur Ausweitung inländischer Spionage führen, wie der ehemalige US-Geheimdienstler und Whistleblower Edward Snowden gemäß einer Reuters-Meldung sagte.

    „Wir beginnen, eine offene Regierung durch reinen Autoritarismus zu ersetzen“, sagte Snowden, zugeschaltet per Livestream, auf einer Fernkonferenz der Universität Buenos Aires.

    „Wenn die Regierung unser Vertrauen gewinnt, indem sie einige Jahre so agiert, wie wir das unterstützen; was passiert dann, wenn sich das ändert?“, fragt Snowden. „Das ist eine Herausforderung, auf die wir heute in den USA stoßen.”

    Ob sich seine Chancen auf eine Begnadigung mit dem Sieg Trumps nun erhöhen könnten, könne der Ex-Geheimdienstmitarbeiter bislang allerdings nicht einschätzen. 

    Im Juni 2013 hatte Snowden den Zeitungen „The Washington Post" und „The Guardian" vertrauliche Dokumente über die Programme der amerikanischen und britischen Geheimdienste zur globalen Überwachung übergeben. Nach seiner Flucht gewährte Russland dem Whistleblower zunächst einjähriges Asyl. Im August 2014 wurde die Aufenthaltsgenehmigung für Snowden um drei Jahre verlängert.

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    Tags:
    Spionage, Donald Trump, Edward Snowden, USA