02:37 20 November 2019
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    Datenschutz-Skandal: Blu-Smartphones „angeln“ Daten für Server in China

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    Viele in den USA vertriebene chinesische Smartphones der Marke Blu, auf denen Software des chinesischen Unternehmens Shanghai Adups Technology Company vorinstalliert ist, übermitteln laut dem US-Sicherheitsunternehmen Kryptowire sämtliche Nutzerdaten an einen Server in China, wie die Zeitung The New York Times am Mittwoch schreibt.

    Unter den weitergeleiteten Daten seien auch SMS sowie Kontakt- und Standortdaten.

    Laut dem Vizepräsidenten von Kryptowire, Thomas Karayiannis, wird noch beim Produktionsprozess eine Schnüffelsoftware installiert, sodass der Käufer von deren Vorhandensein nicht einmal weiß. Um einen einfachen Fehler könne es sich dabei nicht handeln. Allerdings konnte Karayiannis auch nicht konkretisieren, mit welchem Ziel die Daten an den chinesischen Server geleitet würden. Auch das Sammeln von Daten über potentielle Kunden für Smartphone-Hersteller schloss er nicht aus.

    Das Ausmaß des Problems einzuschätzen, sei derweil aber schon alleine darum unmöglich, da der Handy-Hersteller die genaue Anzahl von Smartphones mit dieser Spyware nicht nennen wolle.

    Bodenampeln an Straßenbahnübergängen in Augsburg
    © Foto : Thomas Hosemann/Stadtwerke Augsburg
    u-Vertreter gaben dazu an, der Hersteller habe keine böswillige Absicht verfolgt. Die Adups-Software sollte von Anfang an nicht auf den für die USA bestimmten Smartphones installiert werden. Adups versicherte, dass sämtliche Daten von Blu-Kunden vernichtet würden.

    Der von Kryptowire erstellte Bericht ist nun dem US-Ministerium für innere Sicherheit vorgelegt worden. Adups-Software findet sich auf Handys von Huawei und ZTE. Beide sind in China vertreten; Huawei ist der derzeit drittgrößte Smartphone-Hersteller weltweit nach Samsung und Apple.

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    Tags:
    Smartphones, Datenschutz, Apple, Samsung, Shanghai Adups Technology Company, US-Sicherheitsunternehmen Kryptowire, The New York Times, Thomas Karayiannis, China, USA