00:47 05 April 2020
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    US-Diplomaten haben bei litauischen Behörden angefragt, wie das zuvor an die Armee des Landes ausgegebene Scharfschützengewehr M14, welches bei Sammlern in der ganzen Welt sehr beliebt ist, in die Hände von Privatpersonen gelangen konnte. Dies berichtet das Portal ERR.

    Demnach wurde das M14 offenbar illegal an Dritte verkauft.

    Die litauische Armee hatte das Scharfschützengewehr noch im Jahr 1999 von der US-Regierung geschenkt bekommen, doch 2014 begann Litauens Waffenfonds, das Gewehr zu verkaufen, und zwar zu einem relativ niedrigen Preis von gerade einmal 347 Euro.

    Nach der Einmischung der US-Diplomaten versuchen die litauischen Behörden dem Portal zufolge nun, die M14-Waffen zurückzuholen. Aber natürlich wollen nicht alle das Gewehr von historischer Bedeutung an den Staat zurückgeben.

    „Das sind echte Waffen, aus den Zeiten des Vietnam-Kriegs, würde ich sagen. Nun versuchen einige Käufer uns zu beweisen, dass diese Waffen einen Sammlerwert haben und 10.000 bis 25.000 Dollar pro Stück kosten“, sagte der Direktor des Waffenfonds, Jonas Šalavėjus. „Wissen Sie, der Staat kann diese Waffen für so viel Geld nicht abkaufen. Eine Vereinbarung zu dieser Frage ist unmöglich, weswegen nun das Gericht entscheiden wird.“

    Ihm zufolge konnten zwar von insgesamt acht verkauften Waffen bislang fünf zurückgeholt werden. Warum der Waffenfonds überhaupt die Entscheidung getroffen hatte, das geschenkte Gewehr zu verkaufen, ist derweil allerdings noch immer fraglich.

    „Bei der Übergabe des Scharfschützengewehrs an den Waffenfonds hat uns keiner davor gewarnt, dass zwischen den USA und Litauen eine Vereinbarung existiert, die die Übergabe solcher Waffen an dritte Personen oder deren Verkauf verbietet“, betonte Šalavėjus.

    Die entsprechende Vereinbarung hatten Litauen und die USA im Jahr 2002 unterzeichnet, also drei Jahre nachdem die Waffen geschenkt worden waren.

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    Tags:
    Vereinbarungen, Aufforderung, Einmischung, Verkauf, illegale, Gewehre, Scharfschützen, USA, Litauen