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11:32 20 September 2019
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    Flüchtlingsboot im Mittelmeer

    „Schreckliche Tragödie“: MSF meldet 100 Vermisste nach Bootsunglück im Mittelmeer

    © AP Photo / Marina Militare
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    Fast 100 Personen sind nach einem Bootsunfall im Mittelmeer als vermisst gemeldet worden, wie die internationale Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ am Donnerstag mitteilte.

    Nach Angaben der Organisation befanden sich im Moment der Katastrophe 130 Migranten im Boot, von denen nur 27 gerettet werden konnten. Rettungskräfte sollen zudem sieben Leichen aus dem Wasser geborgen haben.

    „27 Personen, die sich derzeit an Bord des Schiffes Argos befinden, waren unter den 130 Flüchtlingen im Boot. Sie sind die einzigen Überlebenden. Das ist eine schreckliche Tragödie“, heißt es in der Twitter-Mitteilung der Organisation.

    ​Nach den jüngsten Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sollen in diesem Jahr schon über 300.000 Menschen die Küste Europas übers Mittelmeer erreicht haben. Bei dem Versuch, sollen mehr als 3.500 Menschen in den Fluten ertrunken oder verschollen sein.

    Europa erlebt gegenwärtig die größte Migrationskrise seit Ende des Zweiten Weltkrieges, ausgelöst vor allem durch mehrere bewaffnete Konflikte und die Wirtschaftsprobleme in Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas. Laut Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex waren im Jahr 2015 mehr als 1,8 Millionen Migranten in der Europäischen Union eingetroffen.

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    Tags:
    Vermisste, Tote, Tragödie, Boote, MSF, Mittelmeer