23:31 23 September 2018
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    Besucher des Observatoriums in Paju  besichtigen die Karte der  Koreanischen Halbinsel

    Aus Furcht vor Pjöngjang? - Seoul erteilt Google Absage

    © AP Photo / Lee Jin-man
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    Die Behörden von Südkorea haben es abgelehnt, Google kartographische Angaben zu dem Land zur Verfügung zu stellen. Dabei beriefen sie sich auf Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit der Konfrontation mit Nordkorea, meldete die Nachrichtenagentur Yonhap am Freitag.

    Laut der Nachrichtenagentur hat das südkoreanische Ministerium für Boden, Infrastruktur und  Verkehr nach Konsultationen mit Vertretern des Außen- und des Verteidigungsministeriums sowie anderer zuständiger Behörden des Landes abgelehnt, dem Google-Unternehmen kartographische Angaben zur Republik Korea zu übergeben.

    „Es gibt Sicherheitsbedenken angesichts der Konfrontation zwischen dem Norden und dem Süden", hieß es. Das Ministerium habe dem Google-Unternehmen vorgeschlagen,  „zusätzliche Maßnahmen"  zu ergreifen, um diese Sicherheitsbedenken auszuräumen. Der Tech-Gigant habe jedoch die Vorschläge des Ministeriums abgelehnt. Demnach sollten die südkoreanischen Militäranlagen und  Geheimobjekte wie die Residenz Cheongwadae des Staatspräsidenten gelöscht oder undeutlich gemacht werden.

    Google hatte seinen Kartendienst in Südkorea bereits 2008 gestartet, war aber nicht imstande, ein  umfassendes Angebot der Funktionen wie 3D-Karten oder Driving directions (Anfahrtbeschreibung) bereitzustellen. Dem Unternehmen zufolge wird dadurch der Zugang der  Nutzer zu den Handyspielen mit der sogenannten erweiterten Realität wie Pokemon Go verwehrt, weil diese die Funktion der Ortsbestimmung verwenden.

    Derzeit  kann Google lediglich 20 Prozent seiner  Karten-Dienstleistungen in Südkorea, wo mehr als 85 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Internet haben, anbieten.

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    Daten, Angaben, Karten, Google Maps, Google, Südkorea