05:51 21 Januar 2018
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    Französischer Präsident Francois Hollande

    Nach tödlichem Verkehrsunfall mit Autokonvoi Hollandes: Franzose zieht vor Gericht

    © AFP 2018/ Thierry Charlier
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    Der Sohn eines Mannes, der nach einem Verkehrsunfall mit dem Autokonvoi des französischen Präsidenten starb, hat eine Gerichtsklage eingereicht, berichtet die Zeitung SudOuest am Freitag.

    Der Vorfall ereignete sich am 8. November nicht weit von der Stadt La Rochelle. Der 83-jährige Marcel Briché fuhr mit seinem BMW auf einer Straße, als ein Polizist auf einem Motorrad aus dem Begleitkonvoi des französischen Staatschefs ihn aufforderte, die Spur frei zu machen. Briché kam der Aufforderung nach, fuhr jedoch in ein vor ihm fahrendes Auto, als er die Spur wechselte. Dieses rammte dann in ein weiteres Fahrzeug.

    „Den Rettungsdienstmitarbeitern ist es nach anderthalb Stunden gelungen, meinen Vater zu befreien, er war bei Bewusstsein. Er hat sogar einen von ihnen gebeten, ein Foto mit seinem Telefon zu machen“, erläutert Brichés Sohn.

    Zwei Tage später starb der Rentner. Er hatte Brüche an der Halswirbelsäule, starb jedoch an Herzstillstand, da es den Ärzten nicht gelang, ihn zu reanimieren.

    „Wir wollen die Wahrheit erfahren, egal wie diese aussieht, und vielleicht Licht auf die Praxis offizieller Konvois werfen“, so der Sohn von Briché.

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    Tags:
    Verkehrsunfall, François Hollande, Frankreich