14:47 22 Januar 2018
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    Ankara besiedelt Osttürkei mit ukrainischen Migranten

    © AP Photo/ Vadim Ghirda
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    Mehr als 1.200 Turk-Mescheten aus der Ukraine sind in der türkischen Provinz Erzincan untergebracht worden. Das meldet die Agentur Anadolu am Freitag.

    Das Programm zur Übersiedlung der Turk-Mescheten erfolgt im Auftrag des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und wird von Premier Binali Yildirim koordiniert. Der Umzug in die armen östlichen Regionen der Türkei widerspricht den Erwartungen der meisten Turk-Mescheten, die in bessergestellte Regionen des Landes umziehen wollen.

    In der Ukraine leben zurzeit bis zu 7.000 Turk-Mescheten.

    Die ukrainischen Behörden hatten im April 2014 eine militärische Operation gegen die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk begonnen, die ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Anlass dafür war der nationalistisch geprägte Umsturz in Kiew, bei dem Präsident Viktor Janukowitsch entmachtet wurde. Laut den Vereinten Nationen sind bei dem bewaffneten Konflikt in der Ostukraine mehr als 9.400 Menschen ums Leben gekommen.

    Die Mescheten sind eine türkischsprachige Volksgruppe, die bis zu ihrer Zwangsumsiedlung im Jahre 1944 in Südgeorgien (Samzche-Dschawachetien), nahe der türkischen Grenze, ansässig waren. Heute wird weltweit von bis zu 600.000 Mescheten ausgegangen, die insbesondere in den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion leben, aber auch in der Türkei und den Vereinigten Staaten.

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    Tags:
    Turk-Mescheten, Agentur Anadolu, Binali Yildirim, Recep Tayyip Erdogan, Viktor Janukowitsch, Sowjetunion, Ukraine, Türkei
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