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    Long Lines Building: Spionage-Wolkenkratzer in New York

    „Titanpointe“: Spionage-Wolkenkratzer in New York entdeckt

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    Der als „Long Lines Building“ bekannte Wolkenkratzer mitten in Manhattan, der offiziell dem Telekommunikationskonzern AT&T gehört, hilft in Wirklichkeit dem US-Geheimdienst NSA bei der Überwachung, berichtet die Webseite „The Intercept“.

    In einem fensterlosen, unbeleuchteten Gebäude in der 33 Thomas Street werden laut einem ehemaligen AT&T-Mitarbeiter Anrufe zwischen den USA und anderen Ländern technisch abgewickelt. Die Plattform „The Intercept“, die von dem Enthüllungsjournalisten und Unterstützer von Edward Snowden, Glenn Greenwald, gegründet wurde, meint unter Berufung auf von Snowden veröffentlichte Geheimdokumente, dass der Wolkenkratzer ein verdeckter Abhörstützpunkt mit dem Codenamen „Titanpointe“ sei.

    ​Unter den enthüllten Geheimdokumenten sollen zwei „Reiseführer“ für NSA-Agenten aus den Jahren 2011 und 2013 gefunden worden sein. Darin werde Mitarbeitern des Dienstes erklärt, wie sie die Abhörstation finden können. „Titanpointe“ befinde sich in New York und habe einen „Partner“ namens „Lithium“ (das ist „The Intercept“ zufolge ein Codename für AT&T).

    Die NSA hat sich auf eine „The Intercept“-Anfrage zu diesem Thema nicht geäußert.

    Der 1974 eröffnete Wolkenkratzer hatte laut der Webseite den Arbeitstitel „Projekt X“ getragen und war von seinem Architekten, John Carl Warnecke, als „Festung für das 20. Jahrhundert“ bezeichnet worden.

    Der ehemalige Mitarbeiter der US-Geheimdienste CIA und NSA Edward Snowden hatte im Juni 2013 den Zeitungen „Washington Post“ und „Guardian“ eine Reihe von Geheimdokumenten über Ausspähaktivitäten der USA und Großbritanniens übergeben. Er hat unter anderem ans Licht gebracht, dass US-Geheimdienste das private Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel abgehört hatten.

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    Spionage, Wolkenkratzer, Gebäude, US-Geheimdienst NSA, The Intercept, Glenn Greenwald, Edward Snowden, New York, USA
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