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    Brüssels Kampf gegen „russische Propaganda“ steuern britische Atlantiker – Experte

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    Der Präsident der Informationsstelle für Journalisten und Medieninformationen, Claude Chollet, hat im Sputnik-Interview die von der EU angedachte Resolution „Strategische Kommunikationen der EU als Vorbeugung der Propaganda dritter Länder“ erläutert.

    „Zunächst sollte man analysieren, wer diese Resolution überhaupt eingebracht hat“, so Chollet. „Das war Anna Elżbieta Fotyga aus der Fraktion der Reformisten und Konservativen, die zum größten Teil aus britischen Konservativen besteht. Das ist der liberalste und atlantizistische Teil des EU-Parlaments. Es ist auch interessant, dass die Meinung der sogenannten Minderheit von der Linken-Fraktion zum Ausdruck gebracht wurde, der auch die deutsche Partei Die Linke sowie die französische ʻFront de Gaucheʼ angehören.“

    Die europäischen irrten sich demnach ständig in ihren Meinungsumfragen und analytischen Berichten, wie es im Fall des Brexit, Donald Trump und Francois Fillon passiert sei. „Sie führen sich selbst in die Irre. Sie wollen sich weder der Realität noch dem Volk noch der Demokratie stellen“, meint der Experte.

    Aktuell gelte dies sogar schon weniger für amerikanische Medien. Die „New York Times“ habe zum Beispiel mit einem herzzerreißenden Leitartikel zugegeben, dass sie als Journalisten bei den US-Präsidentschaftswahlen gescheitert seien. „Ich erwarte ähnliche Entschuldigungen von den französischen Medien, bin mir aber nicht sicher, ob wir diese bekommen werden“, sagte Chollet.

    Für den 23. November ist die Abstimmung zur Resolution „Strategische Kommunikationen der EU als Vorbeugung der Propaganda dritter Länder“ angesetzt. In dem Dokument wird behauptet, dass Moskau „feindselige Propaganda“ gegenüber Brüssel führe. Dabei setzen die Autoren der Resolution den Widerstand gegen Russland dem Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat" gleich und rufen die EU-Kommission zur zusätzlichen Finanzierung von Gegenpropaganda-Projekten auf. Zuvor hatte die Website “EU Observer” mitgeteilt, dass die zuständige Arbeitsgruppe der EU bis zu einer Million Euro erhalten könnte.

    Als Atlantiker werden Personen bezeichnet, die transatlantische Werte der Partnerschaft zwischen Europa und den USA sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft in den Vordergrund stellen.

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    Tags:
    Propaganda, Resolution, EU-Kommission, Europäische Union, USA, Russland