12:02 25 Juni 2018
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    Keilschwanzadler

    Adler gegen Gold: Greifvögel bekämpfen Drohnen im sechsstelligen Dollar-Bereich

    © Flickr / George Chapman
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    Mehrere Keilschwanzadler haben sämtliche Drohnen eines der weltweit größten Goldbergbauunternehmen „Gold Fields“ in Kambalda im Westen Australiens zerstört, wie „The Washington Post“ berichtet. Das Unternehmen setzte die unbemannten Flugkörper für die Suche nach Bodenschätzen ein.

    Insgesamt hätten technische Pannen und die Raubvögel bereits zehn Drohnen außer Betrieb gesetzt: Eine soll wegen eines Lenkungsfehler abgestürzt, die anderen neun Angriffen von Raubvogeln zum Opfer gefallen sein. Einige Maschinen seien sogar von zwei Adlern gleichzeitig attackiert worden.

    Dabei kostet jede einzelne der Drohnen jeweils etwa 9.500 Dollar. Wenn eine Drohne zudem mit einer Kamera mit hoch auflösender Aufnahmequalität ausgestattet ist, kostet sie bis zu doppelt so viel. Gold Fields soll nach eigenen Angaben bereits fast 100.000 Dollar für Ersatzdrohnen ausgegeben haben.

    Keilschwanzadler sind nahezu überall in Australien heimisch, ihre Population nimmt zu. Die Art gilt als ungefährdet. Sie sind 85 bis 106 Zentimeter lang, ihre Flügelspannweite beträgt bis zu 2,32 Meter. Somit sind die Vögel doppelt so groß wie die „Gold Fields“-Drohnen. Deren „Flügel“ spannen sich maximal über einen Meter.

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    Tags:
    Vogel, Ersatz, Verluste, Drohne, Vernichtung, Australien
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