14:46 21 November 2017
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    Kinder und Überraschung: Heftige Vorwürfe gegen Ferrero

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    Die rumänische Justiz hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Kinderarbeit und Menschenhandel bei der Herstellung von Überraschungseiern eingeleitet, wie AFP meldet.

    Die Staatsanwaltschaft reagierte demnach auf einen Bericht der britischen Boulevardzeitung „The Sun“, laut dem höchstwahrscheinlich schulpflichtige Kinder eingesetzt würden, um die beliebten kleinen Spielzeuge in die gelben Plastikkapseln zu füllen, die dann in die Schoko-Eier eingesetzt werden. Es werde wegen Kinderarbeit und Menschenhandels ermittelt, hieß es. Das Unternehmen zeigte gegenüber dem rumänischen Sender Digi24 „betrübt und besorgt“ über die Vorwürfe und kündigte eine umfassende Untersuchung an.

    Am Montag hatte die Zeitung „The Sun“ über eine rumänische Familie berichtet. Zwei sechs und elf Jahre alte Geschwister würden demnach bis zu 13 Stunden täglich in der Ü-Ei-Produktion arbeiten. Dabei verdienten die Kinder dem Blatt zufolge gerade einmal 20 rumänische Lei (etwa 4,50 Euro) für befüllte 1000 Eier.

    Ihre Mutter sagte gegenüber der Zeitung: „Ich weiß, dass die Bezahlung schrecklich niedrig ist, aber wir brauchen das Geld dringend, um Essen für uns und unsere Kinder zu kaufen.“

    Im September hatte das Unternehmen noch mitgeteilt, den Anteil fair gehandelten Kakaos in seinen Produkten bis 2019 deutlich zu erhöhen, um die Arbeitsbedingungen bei den Herstellern zu verbessern.

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    Tags:
    Menschenhandel, Kinder, Rumänien
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