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    Traditional Russian wooden nesting dolls, Matryoshka dolls, depicting Russia's President Vladimir Putin, US Democratic presidential nominee Hillary Clinton and US Republican presidential nominee Donald Trump are seen on sale at a gift shop in central Moscow on November 8, 2016

    So denken die Russen über Trumps Amerika – Umfrage

    © AFP 2019 / Kirill KUDRYAVTSEV
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    Mehr als die Hälfte der russischen Bevölkerung ist überzeugt, dass sich die Beziehungen ihres Landes zu den USA nach Donald Trumps Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl verbessern werden. Dies ergab eine Hochrechnung des russischen Meinungsforschungsinstitutes Lewada-Zentrum.

    Russlands Präsident Wladimir Putin
    © AFP 2019 / Stephane De Sakutin
    78 Prozent der für die Studie Befragten gaben an, dass der US-Präsident in gewissem Maße auch das Leben der russischen Bevölkerung beeinflusse. Lediglich 16 Prozenten teilten diese Meinung nicht.

    Wie aus den Umfrageergebnissen dabei hervorgeht, ist über die Hälfte der Umfrageteilnehmer (54 Prozent) der Ansicht, dass sich die russisch-amerikanischen Beziehungen unter US-Präsident Donald Trump verbessern würden. 27 Prozent hingegen sind überzeugt, dass sich am bilateralen Verhältnis nichts ändern werde. Lediglich zwei Prozent gehen von einer Verschlechterung aus.

    56 Prozent bezeichnen Russlands Verhältnis zu den USA als schlecht. Im September hatten laut dem Lewada-Zentrum noch 64 Prozent diese Meinung ausgedrückt – im Mai sogar 70 Prozent. 28 Prozent der Befragten halten die derzeitigen Beziehungen zu den USA für gut. Im Vergleich zu denselben Studien im Mai und September des laufenden Jahres lässt sich demnach eine Steigerung von neun bzw. fünf Prozent erkennen. 

    Laut dem Vizedirektor des Lewada-Zentrums, Alexej Graschdankin, stehen die Erwartungen der russischen Bevölkerung unmittelbar mit deren Frustration in Verbindung. Man sehne sich nach einer Normalisierung der Beziehungen zu Europa und den USA. „Ein Führungswechsel weckt darum Hoffnung. Der Mehrheit ist es unangenehm, sich in einem Konflikt mit dem Westen zu befinden. Und die Enttäuschung, wenn sich diese Hoffnungen nicht bewahrheiten, wird fürchterlich sein“, zitieren russische Medien Graschdankin. 

    Im Rahmen der Umfrage, die vom 18. bis zum 21. November durchgeführt wurde, sind 1600 russische Bürger ab 18 Jahren in 137 Ortschaften in 38 Regionen des Landes  befragt worden.

    Der Republikaner Donald Trump wurde am 8. November zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Während seines Wahlkampfes hatte er immer wieder betont, dass er als Präsident die Beziehungen zu Russland verbessern wolle.

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    Tags:
    Umfrage, Lewada-Zentrum, Donald Trump, Russland, USA