06:37 14 Dezember 2019
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    Edeka wird Nazi-Propaganda in Werbespot vorgeworfen

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    Der Handelsriese Edeka hat wegen einem Weihnachts-Werbespot, in dem angeblich Neonazi-Symbole zu sehen sind, scharfe Kritik bekommen, wie „The Guardian“ berichtet. Das Unternehmen soll sich inzwischen entschuldigt haben.

    In dem Clip über eine Familie im Weihnachtsstress sind  zwei Autos zu sehen, deren Kennzeichen der Extremismusforscherin, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg, Sabine Bamberger-Stemmann auffällig vorkommen, so das Handelsblatt.

    Vor allem falle das Kennzeichen „MU SS 420“ auf. „Die Buchstaben SS sind gerade wegen der Anlehnung an die NS-Zeit in Deutschland im Autokennzeichen verboten“, sagte Sabine Bamberger-Stemmann gegenüber dem Blatt.

    Aber auch die Zahl 420 deute auf einen neonazistischen Hintergrund hin. „Die 420 ist eine aus dem angelsächsischen Raum stammende, in rechten Kreisen auch hierzulande gängige Abkürzung für Hitlers Geburtstag am 20. April“, so die Expertin weiter.

    Das Kennzeichen des zweiten Autos „SO LL 3849“ werfe ebenfalls Fragen auf. Hier sind Bamberger-Stemmann zufolge Neonazi-Codes versteckt.

    „Bei dem Autokennzeichen ‚MU-SS‘ handelt es sich um ein Fantasiekennzeichen, angelehnt an den Titelsong in unserem Spot. Wir bedauern es, wenn hier ein falscher Eindruck erweckt wurde. Dies lag keinesfalls in unserer Absicht“, teilte ein Edeka-Sprecher dem Branchendienst horizont.net mit. Eine ähnliche Äußerung seitens Edeka ist auch auf YouTube zu finden.

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    Tags:
    Entschuldigung, Extremismus, Kritik, Vorwurf, Neonazis, Deutschland