17:21 19 September 2017
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    Gulmurod Khalimov (R)

    Zentralasien: Ehemaliger Sonderpolizei-Chef kämpft für IS

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    Der ehemalige Kommandeur der tadschikischen Sonderpolizei, Oberst Gulmurod Khalimow, der im vergangenen Jahr der Terrormiliz Islamischer Staat (auch Daesh, IS) beigetreten war, ist in Tadschikistan zur Fahndung ausgeschrieben worden, wie das Portal Asia-Plus am Freitag meldet.

    Das tadschikische Innenministerium aktualisierte demnach am Freitag die Liste der Personen, die derzeit für den IS kämpfen.

    „Darunter ist auch Gulmurod Khalimow, der ehemalige Kommandeur der Sonderpolizei“, hieß es in der Mitteilung der Behörde. Alle Fotos und Daten zu den Kämpfern habe das Ministerium von Verwandten der sich in Syrien aufhaltenden Tadschiken erhalten.

    Oberst Khalimow war im April 2015 aus Tadschikistan verschwunden. Einen Monat später meldete er sich per Videoansprache des IS. In dem Video erklärte er seine Entscheidung, sich dem IS anzuschließen, damit, dass er mit der Position der tadschikischen Polizei nicht einverstanden sei, was das Tragen von islamischer Kleidung angehe.

    Im September hatten bereits mehrere irakische Medien berichtet, dass Khalimow zum Kommandeur des IS ernannt worden sei. Dabei sei Khalimow zuvor jahrelang in den USA im Rahmen eines Hilfeprogramms im Anti-Terror-Kampf ausgebildet worden. Auch das US-Außenministerium hat dies inzwischen bestätigt, die US-Regierung setzte ein Kopfgeld  von 2,3 Millionen US-Dollar auf den tadschikischen Oberst aus.

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    Tags:
    Islamischer Staat, Gulmurod Chalimow, Tadschikistan
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