00:15 23 Februar 2020
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    Ein Kaufhaus in der chinesischen Großstadt Shenyang hat nach Protesten eine Wachsfigur des japanischen Premierministers Shinzo Abe aus den Ausstellungsräumen entfernen müssen, berichtet das Lifestyle-Magazin „Shanghaiist“. Grund: Die Wachspuppe stellte Japans Regierungschef mit Hitlerbärtchen dar.

    Die Figur Shinzo Abes sei vergangene Woche zusammen mit den Wachsfiguren Wladimir Putins und Barack Obamas ausgestellt worden. Der russische Staatschef war in geradliniger Haltung vor dem Hintergrund der Christ-Erlöser-Kathedrale dargestellt – sein scheidender US-Kollege hingegen ganz leger: Lächelnd, mit aufgeknöpftem Sakko und rechter Hand in der Hosentasche.

    Die Wachsfigur des japanischen Premiers sei vor einem Plakat anlässlich des 85. Gedenktages der „Ereignisse des 18. September“ aufgestellt worden. So wird in der Volksrepublik der Mukden-Zwischenfall vom 18. September 1931 bezeichnet. Damals hatte das japanische Militär eine Eisenbahnstrecke nahe des heutigen Shenyang gesprengt. Danach folgte eine japanische Offensive auf chinesische Stellungen und die Einnahme der Mandschurei. Manche Historiker verstehen unter dem Mukden-Zwischenfall die gesamte Ereignisfolge in der Region zwischen dem 18. September 1931 und dem 18. Februar 1932.

    Inzwischen, nach Protesten der japanischen Botschaft, seien alle Figuren entfernt worden. Ein Kaufhaussprecher betonte, dass Shinzo Abes Figur und das Plakat, vor dessen Hintergrund sie aufgestellt worden sei, in keinerlei Zusammenhang zueinandergestanden hätten.

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    Tags:
    Adolf Hitler, Shinzo Abe, Japan, China