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19:18 19 Oktober 2019
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    Iranische Pilger begrünen ehemalige Minenfelder

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    „Ein Pilger, ein gepflanzter Baum“ – unter diesem Motto haben Pilger im Vorfeld des schiitischen Gedenkfestes al-Arba'in eine Umweltschutzaktion veranstaltet. Dabei haben die Schiiten in der iranischen Provinz Ilam auf ehemaligen Minenfeldern aus dem iranisch-irakischen Krieg Bäume gepflanzt.

    aut der Agentur ISNA sind rund 5.000 Bäume auf diese Weise gepflanzt worden. Das war das erste Mal, dass eine solche Aktion im Iran organisiert wurde. Die Veranstalter planen, die Kampagne über die Grenzen der Provinz Ilam auf das ganze Land auszuweiten. Anlass für die Aktion war die iranische Pilgerfahrt in die irakische Stadt Kerbela, zum Bestattungsort des Imam Hussein, einer zentralen Persönlichkeit im schiitischen Islam.

    In diesem Jahr hatten mehr als zwei Millionen Pilger aus dem Iran an der Arba‘in-Trauerfeier im irakischen Kerbela teilgenommen. Die Aktion wurde gemeinsam mit den iranischen Streitkräften durchgeführt. Im Ergebnis sind 300 Hektar entminte Flächen bepflanzt worden.

    Während des iranisch-irakischen Krieges von 1980-1988 waren an der iranischen Grenze intensive Kampfhandlungen geführt worden. Massive Bombardierungen durch die irakische Luftwaffe fügten der Provinz Ilam schwere Schäden zu. Damals wurden in vielen Grenzgebieten des Iran Sprengminen gelegt, um ein Eindringen des Gegners ins Innere des Landes zu verhindern.

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    Tags:
    Aktion, Pilger, ISNA, Iran, Irak