19:33 10 Dezember 2019
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    Mit Terroristen flirten statt Menschen retten: Wer sind die Weißhelme wirklich?

    © AFP 2019 / AMER ALMOHIBANY
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    Der syrische Zivilschutz (auch Weißhelme genannt) wird vom Westen benutzt, um seine Finanzierung von Terrormilizen im Norden Syriens zu rechtfertigen, glaubt der türkische Politik-Analyst Hasan Sivri. Der Zivilschutz erstelle Fake-Nachrichten, statt wirklich Leben zu retten. Diese würden wiederum von westlichen Medien gegen Russland eingesetzt.

    Dieses Video ist ein gutes Beispiel für die Erstellung von gefälschten Informationen durch die Weißhelme. Netz-User und diverse Medien haben schnell gemerkt, dass die Geschehnisse inszeniert wurden.

    Laut Sivri hat der syrische Zivilschutz ganz andere Motive, als Menschenleben zu retten. Er werde von den westlichen Mainstream-Medien als Mittel der anti-russischen Propaganda genutzt, sagte er in einem Interview mit Sputnik Turkiye.

    In einem Artikel vom 25. November beispielsweise schreibt eine Redakteurin der Tagesschau: „Sie sind dort, wo niemand mehr hingeht: Die Weißhelme im syrischen Bürgerkrieg retten, bergen, helfen — mehr als 60.000 Menschen konnten sie bislang vor dem Tod bewahren.“

    Unter anderem hätten die Weißhelme an verschiedenen Einschüchterungshandlungen in Syrien wie Hinrichtungen und Massenmorden teilgenommen, so der Experte weiter. Syrische Massenmedien hätten oft Fotos und Videos mit Beweisen veröffentlicht, dass die Organisation in Verbindung mit terroristischen Gruppierungen wie der Al-Nusra-Front stehe.

    Darunter gebe es Fotos der syrischen Stadt Idlib, als diese von Terroristen besetzt war. Dort seien die Weißhelme mit Al-Nusra-Bannern zu sehen.

    „Es gibt Berichte, dass Frankreich und Großbritannien wesentliche Geldsummen auf die Konten der Organisation überweisen, jedoch sieht man nicht, dass dieses Geld für irgendeine humanitäre Operation oder Hilfe an das syrische Volk genutzt wird“, sagte Sivri.

    Indes würden die Finanzmittel genutzt, um bewaffnete Gruppierungen zu unterstützen, den Krieg zu verlängern und eine friedliche Regelung der Krise zu untergraben, so der Analyst.

    Auch der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, hatte sich zuvor zu den Weißhelmen geäußert und erläutert, dass die Organisation Berichte darüber schaffe, dass es in den von Terroristen besetzten Gebieten Syriens Krankenhäuser und Schulen gebe. Diese Berichte seien insbesondere beim US-Außenministerium beliebt.

    Zuvor hatte der Sprecher der US-Behörde John Kirby bei einem Briefing Russland und der syrischen Regierung vorgeworfen, „fünf Krankenhäuser und mindestens eine mobile Klinik“ in Syrien zerbombt zu haben. Die RT-Journalistin Gayane Chichakyan bat den Außenamtssprecher daraufhin, konkrete Details zu den Vorfällen sowie die Standorte dieser Krankenhäuser zu nennen. Kirby weigerte sich jedoch und beteuerte nur, die Daten würden von „glaubwürdigen Hilfsorganisationen“ stammen. Die Vorwürfe Kirbys bezeichnete Konaschenkow als „Patzer“.

    Es sei „schon für alle offensichtlich, dass die angeblich bei Luftangriffen zerstörten Krankenhäuser und ‚mobilen Kliniken‘ in Aleppo nur im Kopf des US-Außenamtssprechers John Kirby existieren. Dieser informationeller ‚Patzer‘ wird, wenn nicht auf seiner Uniform, so doch bestimmt in seiner Biographie einen Fleck hinterlassen.“

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    Tags:
    Medien, Weißhelme, Igor Konaschenkow, John Kirby, Syrien