12:36 03 Dezember 2016
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    Stand auf einem Weihnachtsmarkt

    Kein Weihnachtsgeld für Muslime, die mit Weihnachten ein Problem haben? Netz empört

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    In einer Facebook-Umfrage haben die Freiheitlichen Arbeitnehmer Oberösterreichs das Weihnachtsgeld (13. Monatsgehalt in Österreich) für Muslime in Frage gestellt. Die Abstimmung sorgte für große Aufregung im Internet.

    Die Arbeitnehmer der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) haben vor einigen Tagen auf ihrer Facebook-Seite eine Umfrage unter dem Titel „Ist Weihnachtsgeld für Moslems ein Widerspruch?“ durchführt, in der es hieß: „Bald gibt es wieder Weihnachtsgeld. Auch für Moslems, die christliche Feste und Bräuche ablehnen. Wie findet ihr das?“

    Die User konnten folgende Antworten wählen: „Weihnachtsgeld sollte jedem zustehen, der bei uns arbeitet“ und „Sonst sind sie auch gegen alle christlichen Bräuche, dann sollen sie auch auf das Weihnachtsgeld verzichten.“

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    Bis die umstrittene Umfrage nach einem Shitstorm in den Kommentaren gelöscht wurde, haben nach Angaben des „Humanistischen Pressedienstes“ rund 700 Menschen abgestimmt, wobei sich nur etwa 120 dafür ausgesprochen hätten, dass auch Muslime Weihnachtsgeld erhalten sollen.

    "Wir wollten eine Diskussion anstoßen. Es geht darum, die Doppelmoral aufzuzeigen: Mit dem Wort Weihnachten haben viele Moslems sonst ein Problem“, erklärt der Landesobmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer, AK-Vorstand Gerhard Knoll, gegenüber Der Standard. „Da wird dann diskutiert, ob man etwa die Weihnachtsmärkte nicht in Wintermärkte umbenennen soll. So etwas ärgert viele – als Voest-Betriebsrat weiß ich das. Und beim Weihnachtsgeld hat man plötzlich unter den Moslems kein Problem mit dem Wort 'Weihnachten'."

    Das 13. Gehalt ist in Österreich eine kollektivvertraglich geregelte Zusatzzahlung und wurde ursprünglich dazu eingeführt, die Kaufkraft der Menschen in der Vorweihnachtszeit anzuheben.

    Tags:
    Weihnachten, Islam, Österreich
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
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    Alle Kommentare

    • babs44
      Wenn die Welt keine größeren Probleme hätte, wäre sie fast ein Paradies. :-)
    • Joesi
      Selbstverständlich..,,
      Weihnachtsgeld hat nichts mit dem Glauben zu tun!
    • Politikscanner
      Richtig geil und treffend ist für mich diese Umfrage, die von der FPÖ in Österreich ins Leben gerufen wurde. Da unsere Fachkräfte regelmäßig zu Toleranz aufrufen und Kreuze, Weihnachtsmärkte oder Sankt Martinstreffen als nicht politisch korrekt und respektlos gegenüber ihrer "Kultur" des Friedens, genannt Islam, bezeichnen, finde ich es absolut richtig, jenen Demagogen gegen die abendländische Kultur, auch das Weihnachtsgeld bedingungslos zu streichen.
      Wer stets auf die Regeln unserer Gesellschaft spuckt, unsere Gesellschaftliche Grundordnung und die Abendländische Kultur als Schweinefresser und sonstiges in Frage stellt und sogar beleidigt, der hat auch kein Anrecht, auf Zusatzvergütungen unserer Wertegemeinschaft.
      Was wohl Allah dazu sagen würde, wenn die Gläubigen von den Ungläubigen Weihnachtsgeld annehmen würden ???

      In diesem Sinne
    • Eugen
      Statt alle Köpfe werden alte Zöpfe abgeschnitten. Gut so.
      ---------------
      Merkel und Gutmenschen-Banden sowie gewerkschaftskonforme- Systemfirmen besitzen keinerlei Rechte in Bezug auf Unterstützung klar anerkannter Asyl-Betrüger….
      Abgewiesene Asylbewerber haben in den Niederlanden keinen Anspruch auf eine staatliche Grundversorgung. Der Staat dürfe Sozialleistungen an die Bereitschaft koppeln, die eigene Abschiebung zu unterstützen....
      spiegel.de/politik/ausland/niederlande-abgewiesene-asylbewerber-verlieren-versorgungsrecht-a-1064748.html
    • Kongdeepattarasak
      Also wenn schon denn schon,aber die Moslems sind nicht so wie sie sich selbst darstellen.
      Die Ungläubigen mögen sie nicht aber beim Ungläubigen Geld werden sie dann doch schwach.
      Irgendwie sind die Moslems voll Aus der Spur!
      Allah Allah aber nur mit dicker Karre und ab zu MC Donald.
      Moslems sind Gefangene ihrer eigenen Religion.
      Amen
    • coverich63Antwort anJoesi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Joesi, Und warum heist das dann Weinachsgeld
    • Jim Holden
      vertehe die Jammerei nicht. In Deutschland gibt es kath. Feiertage, die in evangelischen Teilen der Republik normale Arbeitstage sind! Aber da nächstes Jahr Wahlgeschenksjahr ist, wird man den Busenknettag wieder zum Blockflötenfeiertag erheben! Denkt an meine Worte!
    • Jim HoldenAntwort anPolitikscanner(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Politikscanner, ach was, machen wir aus dem Weihnachtsgeld einen Jahreswechselsonderbonus, dann brauchen sich unsere Teedybärempfänger nicht weiter moralisch zu verbiegen!
    • Tschelowjek
      und an welcher Stelle in der Bibel kommt der Weihnachtsmann vor und der Osterhase?
      Weihnachten und Ostern ist Brauchtum . Es mag sein, dass Weihnachten christliche Wurzeln hat, Ostern geht aber z.B. auf germanische Bräuche zurück, die bei der Christianisierung von den "Missionaren" geschickt benutzt wurden.
      Übrigens hat die Kirche in DE viele steuerliche und andere Vergünstigungen. Beispielsweise wird sie im Versicherungswesen dem Öffentlichen Dienst gleich gesetzt und wer da arbeitet, muss weniger Beitrag bezahlen. Kirchliche Einrichtungen haben auch Steuervorteile und erhalten sogar Steuergelder. Das müssen alle erwirtschaften, egal ob und welchen Glauben man hat. Leider gibt es in DE eben keine richtige Trennung von Staat und Kirche.
    • PolitikscannerAntwort anJim Holden(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Jim Holden,

      Vielleicht wäre auch ein "Sonne, Mond und Sterne" Gleichberechtigungssoli die richtige Bezeichnung, um unsere Bahnhofsklatscher - und TeddybärenschmeißerInnnen bei Laune zu halten und somit eine politisch korrekte "Endlösung" für unsere im Dauerbetroffenheitsmodus weilenden Kulturbereicherer und Zwangsbeglücker zu schaffen.

      Mfg
    • PolitikscannerAntwort anTschelowjek(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Tschelowjek,

      So ein Schwachsinn. Absoluter Stuß !

      Im Christentum wurde das Ei zum Symbol für die Auferstehung Jesu Christi. Von außen wirkt es kalt und tot, doch aus seinem Inneren erwächst neues Leben. Somit stand das Ei symbolisch für das Grab in Jerusalem, aus dem Jesus Christus am Ostermorgen von den Toten auferstanden ist. Weite Verbreitung in der Bevölkerung fand diese Vorstellung durch Merksprüche wie diesen: "Wie der Vogel aus dem Ei gekrochen, hat Jesus das Grab zerbrochen."

      Ostern (lateinisch pascha, von hebräisch pessach) ist im Christentum die jährliche Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu Christi, der nach dem Neuen Testament (NT) als Sohn Gottes den Tod überwunden hat.
      Da Jesu Tod und Auferstehung laut NT in eine Pessach-Woche fielen, bestimmt der Termin dieses beweglichen jüdischen Hauptfestes auch das Osterdatum. Es wird über einen Lunisolarkalender bestimmt und fällt in der Westkirche immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond, im gregorianischen Kalender also frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April. Danach richten sich auch die Daten der beweglichen Festtage des Osterfestkreises.

      Ich denke, dass ich Weihnachten wohl nicht zu erklären brauche.

      Mfg
    • Tschelowjek
      Also ich bin auch einmal in die Christenlehre gegangen.Diese "Eiergeschichte" hat uns da niemand aufgetischt. Die Bedeutung des christlichen Oster- und Weihnachtsfestes ist mir durchaus bekannt. Glauben Sie was Sie wollen, aber ich muss Ihnen leider mitteilen, dass es vor den ersten Christen auch im deutschsprachigen Raum schon Menschen gab, die "noch" keine Christen waren und auch Bräuche und Götter hatten.
      Beispielsweise ist folgendes überliefert

      (aus Wikipedia)
      Das neuhochdeutsche Ostern und das englische Easter haben die gleiche sprachliche Wurzel, zu deren Etymologie es verschiedene Lösungsansätze gibt. Das Herkunftswörterbuch des Duden leitet das Wort vom altgermanischen Austrō > Ausro „Morgenröte“ ab, das eventuell ein germanisches Frühlingsfest bezeichnete und sich im Altenglischen zu Ēostre, Ēastre, im Althochdeutschen zu ōst(a)ra, Plural ōstarun fortbildete. Der Wortstamm ist mit dem altgriechischen Namen der vergöttlichten Morgenröte Ēōs und dem lateinischen aurora „Morgenröte“ verwandt, die ihrerseits weitere Sprachen beeinflusst haben.[4] Die zugrunde liegende indogermanische Wurzel ist das Substantiv *h₂au̯s-os „Morgenröte“, abgeleitet von einer indogermanischen Verbalwurzel *h₂u̯es- „(morgens) hell werden“[5] oder *h₂au̯s- „(aus dem Wasser) schöpfen, Feuer holen“.[6]

      (aus Widerhall.de)
      Das christliche Ostern hat uralte germanisch-heidnische Wurzeln.
      Ostern ist germanischen Ursprungs und älter als das Christentum.
      Es fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem Vollmond, der auf
      die Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche folgt. Es ist das alte heidnische
      Frühlingsfest, feierten unsere naturverbundenen Vorfahren doch ihre
      Feste im Jahreslauf so, wie sie sich aus dem Naturgeschehen ergaben.
      Damit ist erklärt, warum Ostern - im Gegensatz zu den Sonnenwenden
      und damit auch Weihnachten - jedes Jahr an einem anderen Datum
      begangen wird.
    • minim.all
      wo sie recht haben ...
    • Cereal Killer
      Da fällt man ja vom Glauben ab (hö hö). Irgend eine Dumpfbacke empört sich halt immer.^^
    • Andreas Meier
      Was "Freiheitliche" - und wie sich vermeintliche "Patrioten" sonst noch euphemistisch nennen - sind, das kann man leicht erkennen, indem man mit dem für alle Menschen universellen Maß misst:

      Artikel 23
      2. Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

      www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf
    • Andreas MeierAntwort anTschelowjek(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Tschelowjek,
      auf der Suche nach Parolen gegen Ausländer entdecken "besorgte" Leute plötzlich das Christentum für sich, vielleicht nicht unbedingt die Nächtenliebe und wenn, dann nur mit einer rassistischen Definition des "Nächsten", Ausländer ausgeschlossen ... aber seis drum, jedenfalls kann man in der kurzen Zeit, seit die anfingen sich fürs Christentum zu interessieren
      a) nicht erwarten, dass die sich in der Zeit Ahnung darüber angeeignet hätten
      b) auch nicht erwarten, dass die Ahnung von Geschichte haben, denn die glauben wirklich, "Europa hat christliche Wurzeln" hahahaha.
      Klar, die Geschichte Europas beginnt um das Jahr 1000 u.Z., vorher war nichts.

      "Es mag sein, dass Weihnachten christliche Wurzeln hat"

      Das mag sein, nur liegt Weihnachten - wie so viele "christliche" Feiertage - auch nah an "heidnischen" Feiertagen; 21.12 ist Wintersonnenwende.^^
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