04:47 22 Januar 2017
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    Russland, Krim

    Kiew verschiebt Gefahrenzonen seiner Raketenübung

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    Die Ukraine hat laut einer Meldung im Luftraum-Informationsprogramm NOTAM-System die Gefahrenzonen ihrer Raketenübung im Schwarzen Meer in neutrale Gewässer verlegt, wie ein Vertreter der russischen Luftfahrtbehörde Rosaviazija mitteilte. Russlands Territorialgewässer seien demnach nicht betroffen.

    Kiew hat demnach offenbar noch in der Nacht zu Donnerstag eine Benachrichtigung im Luftraum-Informationsprogramm NOTAM-System hinterlassen, dass sich die Koordinaten der Gefahrenzonen der Übungen am 1. und 2. Dezember westlich der russischen Territorialgewässer befinden. „Somit liegen diese neuen Zonen in neutralen Gewässern, Russlands Territorialgewässer bleibt verschont. Für diese Zone sind zwar die russischen Flugbetriebsleiter verantwortlich, aber die Flugsicherheit wird das nicht beeinflussen“, so ein Sprecher von Rosaviazija.

    Die neu bestimmten Gefahrenzonen kreuzten keine Flugrouten nach Simferopol auf der Krim, wie der Vize-Verkehrsminister Valeri Okulow am Rande des Forums „Russlands Verkehr“ betonte. „Der Korridor, durch den die Flüge in Richtung Krasnodar und Anapa sowie zurück nach Simferopol erfolgen, kreuzen sich nicht mit diesen Zonen“, so Okulow.

    Der Minister wies außerdem darauf hin, dass die Raketenmanöver der Ukraine die Koordinierung im Luftfahrtverkehr über das Neutralgewässer des Schwarzen Meers nicht begünstigten. „Diese Schritte, die wir unternommen haben, kann man als einen Aufruf zur Vernunft bewerten, um die Zuspitzung der Lage zu vermeiden. Schade, dass man uns nicht gehört hat. Dies trägt der Koordinierung unserer Handlungen zur Organisation des Flugverkehrs über das Neutralgewässer im Schwarzmeerraum sicherlich nicht bei“, schloss der Vize-Verkehrsminister.

    Zuvor hatte der Leiter des Pressezentrums des ukrainischen Luftkommandos Süd, Wladimir Kryschanowski, gegenüber dem TV-Sender „122 Ukraine“ mitgeteilt, dass die ukrainische Luftstreitkräfte eine Raketenübung im Süden der Ukraine, etwa 30 Kilometer von der russischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim entfernt, begonnen hätten. Kryschanowski zufolge soll es sich bei den Manövern um Kontroll- und Flugtests lenkbarer Fla-Raketen mittlerer Reichweite vom Typ S-300 handeln.

    Der Leiter des Pressezentrums sagte zudem, dass die Schießübungen gemäß den Normen der internationalen Gesetzgebung durchgeführt würden. Die Sicherheit des Luftraums der Krim würden sie nicht gefährden.

    Derweil gehen mehrere Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte an der Westküste der Krim in Stellung, wie eine Quelle aus Sicherheitskreisen der Halbinsel mitteilte. Damit soll eine im Notfall einsatzfähige Flugabwehr der Krim während der geplanten Raketenmanöver der ukrainischen Armee gewährleistet werden können.

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    Gefahrenzonen, Verschiebung, Gefahr, Raketen, Manöver, Krim, Ukraine