12:31 03 Dezember 2016
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    Flüchtlinge aus Syrien

    Hohes Vergewaltigungsrisiko: Weibliche Flüchtlinge müssen sich zusätzlich rüsten

    © REUTERS/ Murad Sezer/Files
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    Frauen und Mädchen, die sich wegen der Kriege und einer instabilen Situation für eine Flucht aus ihren Heimatländern entschieden haben, nehmen oft Verhütungsmittelchen ein, um sich gegen mögliche Vergewaltigungen und deren Folgen zu wappnen, wie Reuters unter Berufung auf Experten von Human Rights Watch meldet.

    „Sie wissen, dass es ein großes Risiko der Vergewaltigung gibt“, so die Forscherin Hillary Margolis zu den Fluchtgefahren.

    Frauen spritzten sich oft sogar notwendige Injektionen, bevor sie ihre Häuser verlassen.

    „Die Annahme, wonach eine mit einem Mann reisende Frau automatisch in Sicherheit ist, ist eine Täuschung. Einige Frauen werden gezwungen, gehandelt, ausgebeutet und viele Frauen werden Opfer physischer Gewalt“, so Margolis weiter.

    Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte zuvor berichtet, dass Frauen, die über Libyen nach Europa fliehen wollten, oft Verhüttungsmittel einnähmen.

    Am 22. September war mitgeteilt worden, dass Freiwillige im illegalen Flüchtlingslager Calais  der „sexuellen Ausbeutung“ von Flüchtlingen beschuldigt worden seien.

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    Tags:
    Vergewaltigung, Gewalt, Verhütung, Frauen, Flüchtling, Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW), Libyen, Europäische Union
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