10:53 20 Januar 2017
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    Türkische Offensive in Syrien

    Dolmetscher brachte Syrien unter Mordverdacht an türkischen Soldaten - Moskau

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    Türkische Medien berichten unter Berufung auf die Erklärung des russischen Außenministers Sergej Lawrow, dass die syrische Luftwaffe für den Zwischenfall mit den einheimischen Streitkräften am 24. November in Syrien verantwortlich gewesen sein soll. Das ist laut der Außenamtssprecherin Maria Sacharowa falsch, Schuld ist ein Dolmetscherfehler.

    Sacharowa zufolge hatte sich ein Dolmetscher beim Treffen des russischen und des türkischen Außenministers, Sergej Lawrow und Mevlüt Çavuşoğlu, schlicht vertan: Bei der Übersetzung der Aussage des russischen Ministers sei herausgekommen, dass Syrien den Tod der türkischen Soldaten verschuldet hätte.

    „Die türkische Presse schreibt, Sergej Lawrow hätte bei der Pressekonferenz erklärt, dass ‚die syrische Armee einen Luftschlag auf die türkischen Stellungen versetzte‘. Der Minister sagte jedoch das Gegenteil: Weder Russland noch Syrien haben die türkischen Stellungen angegriffen“, schrieb Sacharowa via Facebook.

    Türkische Medien hatten zuvor über den Tod von drei türkischen Soldaten und die Verletzung von fünf weiteren im Raum der Stadt Al-Bab berichtet. Der Generalstab der Türkei bestätigte, dass drei Soldaten bei einem Angriff getötet wurden, der vermutlich von der syrischen Luftwaffe verübt worden war. Es gab auch Berichte über zehn Verletzte.

    „Gleich nach dem Zwischenfall wurde diese Frage von unseren Vertretern auf verschiedenen Ebenen erörtert“, so Lawrow. Mittlerweile liege die Erkenntnis vor, dass Russland nichts damit zu tun hat – ebenso wie die Syrische Arabische Republik und deren Luftwaffe, betonte der russische Außenminister.

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    Tags:
    Übersetzung, Fehler, schuld, Tote, Syrische Regierungsarmee, Maria Sacharowa, Sergej Lawrow, Syrien, Türkei
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    Alle Kommentare

    • Thomas
      Das ist eigentlich nicht relevant. Sei den der Träger der Hoheitsrechte Syrien hat nach dem Völkerrecht türkische Soldaten als Waffenbeistand eingeladen, wobei aber das Gegenteil bei der UNO auf dem Tisch liegt.
      Aggessive Annektionen der NATO- Armeen wider dem Völkerrecht, sind halt bei der UNO offensichtlich schon Gewohnheitsrecht unter Führung der US- Kriegsverbrecherregierungen.
    • zivilist
      Lieber zuviel miteinander reden, als zuwenig. Babylonische Sprachverwirrung ist ein reales Problem, daß wir einander also rein technisch nicht verstehen. Auch unser Problem in Westeuropa. Vor Jahren sagte ich: Die Amis sind die Europäer, die
      miteinander reden können. . . .
    • Isnogud
      Erdogan raus aus Kurdistan.
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