13:32 05 Dezember 2016
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    Gekapertes Schiff vor Benin: Piraten flüchten und verschleppen drei Russen

    © AFP 2016/ Stringer
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    Piraten haben das vor der Küste des westafrikanischen Staates Benin gekaperte Schiff „Saronic Breeze“ verlassen und drei russische Staatsbürger als Geiseln mitgenommen, wie Nina Abramjan von der russischen Botschaft in Benin am Freitag mitteilte.

    „Zurzeit befindet sich das Schiff im beninischen Hafen Cotonou. Piraten sind nicht mehr an Bord“, hieß es.

    Der Aufenthaltsort der Russen sei noch unbekannt. Die Botschaft unterhalte jedoch ständigen Kontakt zu den beninischen Sicherheitskräften.

    „Die Piraten haben befohlen, Kurs auf Nigeria zu nehmen. In den nigerianischen Territorialgewässern, etwa 30 Kilometer von Port Harcourt, der Hauptstadt des Bundesstaates Rivers, entfernt haben sie das Schiff verlassen und drei Geiseln — den Kapitän, einen Mechaniker und einen Koch — mitgenommen. Alle drei sind Russen. Danach kehrte das Schiff in den Hafen Cotonou zurück“, gab Abramjan an.

    Zuvor hatte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, mitgeteilt, dass angeblich ein griechisches Schiff unter panamaischer Flagge mit 18 Russen und zwei Ukrainern an Bord am 29. November in den Territorialgewässern von Benin gekapert worden sei.

    Benins Botschafter in Russland, Gabriel Anicet Kotchofa, bestätigte die Aufbringung des Schiffes.

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    Tags:
    Botschaft, Kapern, Geiselnahme, Gabriel Anicet Kotchofa, Maria Sacharowa, Nina Abramjan, Nigeria, Benin, Russland
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    Alle Kommentare

    • mhbh
      Das kann sich möglichweise als fataler Fehler erweisen, Russland ist bei solchen Dingen garnicht zimperlich. Man müsste ohnehin klarstellen, dass Länder, die Piraten beherbergen oder diese sogar unterstützen, mit Luftangriffen und der Invasion durch Landetruppen zu rechnen haben. Da würde ich nichts anbrennen lassen, Piraten sind Terroristen und werden rücksichtslos eliminiert!!!
    • Thomas
      Die Zuordnung von Schiffen ist immer sehr schwierig.
      Eigentümer, Besitzer, Flagge, Besatzung.

      Alles ist auf Kosten und Rechtsvorteile hin abgestellt.

      Schwierig, wenn bei einer Schiffsübernahme an den Tastaturen auf der Brücke immer russische Buchstaben aufgeklebt sind.
      Da freut sich jeder andere Nautiker, der sich über die Technik im Schiff komplett eine Übersicht verschaffen muß beim Hochfahren des Systeme nicht besonderlich.
    • Thomas
      Die Piraterie dort hat mit der Armut und der Nichtumlegung des Wirtschaftserfolges auf das Wohl der Bevölkerung zugenommen.
      Die Verschuldungen durch und die Zinsen des IWF sind dabei förderlich.
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