02:55 26 Februar 2020
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    In Berlin-Friedrichshain ist auf einer Baustelle ein Massengrab mit bis zu 4000 Skeletten entdeckt worden, wie die „Berliner Zeitung“ berichtet. Mit den Ausgrabungen sei bereits begonnen worden.

    Auf dem 17.500 Quadratmeter großen Gelände sollen in den kommenden Jahren eigentlich rund 600 Wohnungen entstehen. Das „Böhmische Viertel“ baut ein Hamburger Investor und die Wohnungsbaugesellschaft Mitte. Bei ersten Grabungen sei die Baufirma nun auf zahlreiche Gebeine gestoßen.

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    © REUTERS / University of Cambridge
    Laut einem Sprecher des Bauunternehmens sollen sich schätzungsweise 4000 Skelette im Erdboden befinden. Das Massengrab sei ersten Erkenntnissen zufolge vor rund 150 Jahren entstanden, als dort während einer Cholera-Epidemie arme Berliner namenlos begraben wurden.

    Die Landesdenkmalschutzbehörde sei bereits eingeschaltet worden. Darüber hinaus kümmert sich eine Berliner Grabungsfirma um die Umbettung der Skelette, wie der Sprecher gegenüber der Zeitung bestätigte. Die Kosten trage der Bauherr. Um welche Summe es sich konkret handle, kommentierte der Sprecher nicht. 2017 soll dann jedoch endgültig mit dem Bau begonnen werden.

    Die Fläche ist der Zeitung zufolge mit Bauplanen abgedeckt, um sie vor den Augen der Öffentlichkeit zu schützen. Anwohner des Wohngebietes, insbesondere Familien mit Kindern, sollen sich bereits über den Anblick des Massengrabes beschwert haben.

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    Tags:
    Cholera, Skelett, Massengrab, Berlin, Deutschland