23:20 13 November 2019
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    Befreiung Ost-Aleppos lässt Kämpfer-Knie schlottern – und zwingt zu Waffenabgabe

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    Die syrische Regierungsarmee hat die Stadt Khan al-Shih nahe Damaskus von den Terrorkämpfern zurückerobert, wobei mehr als tausend Rebellen ihre Waffen niederlegten, wie am Freitag das russische Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien mitteilte.

    Die 15 Kilometer von Damaskus entfernte Stadt Khan al-Shih mit 13 Nachbarortschaften ist demnach seit dem 1. Dezember wieder unter vollständiger Kontrolle der syrischen Behörden.

    Khan al-Shih war seit 2012 von extremistischen Gruppierungen wie Dschabhat Fatah asch-Scham,  Ahrar al-Scham und Seif asch-Scham besetzt worden, die die Bevölkerung terrorisierten und anliegende Siedlungen sowie die nahe überregionale Autobahn beschossen.

    „Vor dem Hintergrund der Erfolge der syrischen Regierungsarmee bei der Befreiung Ost-Aleppos von Militärbanden stellen Kämpfer auch in anderen Teilen Syriens ihre Kampfhandlungen ein", hieß es weiter. 

    Nachdem die syrischen Regierungsstreitkräfte die Stadt im Oktober blockierten, hätten die Kämpfer nach den langen Verhandlungen zugesagt, ihre Stellungen zu verlassen, Waffen und Militärtechnik abzugeben und sich zusammen mit ihren Familien nach Idlib zu begeben.

    Um  ihre Absichten zu bekräftigen, hätten sie der Regierungsarmee zwei Panzer, zwei Schützenpanzer, vier Flugabwehrkanonen, drei in den USA hergestellten Panzerabwehrlenkwaffen „Dragon" und mehr als 400 Schützenwaffen  übergeben. 

    Vom 28. November bis zum 1. Dezember wurden 3010 Menschen, darunter 1846 Kämpfer  und 1164 Familienangehörige mit den von den syrischen Behörden bereitgestellten Bussen aus  Khan al-Shih hinausgeführt. In den nächsten Tagen soll die letzte Gruppe von 100 Kämpfer und 300 Familienmitglieder nach Idlib befördert werden. 

    Zuvor war gemeldet worden, dass die Terroristen aus dem syrischen Ost-Aleppo, wo mehr als 90.000 Menschen wohnen, komplett vertrieben worden sind. 507 IS-Terroristen hatten die Waffen niedergelegt und die Stadtviertel verlassen. Gemäß einer Entscheidung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad wurden 484 Kämpfern unter den Einwohnern der Stadt sofort Amnestien gewährt.

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    Rebellen, Kämpfer, Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien, Syrische Regierungsarmee, Syrien