19:14 15 Dezember 2019
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    Zugunglück in Oberbayern

    Tödliches Zugunglück von Bad Aibling – Fahrdienstleiter muss in Haft

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    Der Fahrdienstleiter, der das tödliche Zugunglück von Bad Aibling im Februar verursacht hatte, ist zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteil worden, wie deutsche Medien berichten. Das Landgericht Traunstein sprach ihn am Montag wegen fahrlässiger Tötung schuldig.

    Der Vorsitzende Richter, Erich Fuchs, sagte in der Urteilsbegründung, der Angeklagte sei allein für den Unfall verantwortlich. Die Verteidigung  hatte für eine Bewährungsstrafe plädiert. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Gefängnis beantragt.

    Der Bahnmitarbeiter soll das Urteil regungslos zur Kenntnis genommen haben. Zu Prozessbeginn hatte er gestanden, kurz vor dem Zusammenstoß das Fantasy-Rollenspiel "Dungeon Hunter 5" auf seinem Handy gespielt zu haben — obwohl die Deutsche Bahn Fahrdienstleitern die private Nutzung von Smartphones im Dienst verbietet.

    Bei dem Zusammenstoß zweier Züge am 9. Februar in Oberbayern waren 12 Menschen gestorben und fast 90 teils lebensgefährlich verletzt worden.

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    Tags:
    Haft, Urteil, Gericht, Zugunglück, Bad Aibling, Deutschland