04:13 01 Dezember 2020
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    Der Fall des Italieners Sergio Zanotti wirft weiter Rätsel auf. Der angebliche Journalist ist in Syrien entführt worden, doch italienische Behörden schweigen dazu. Jetzt drohen die Entführer, den Mann zu enthaupten, wie ein neu aufgetauchtes Video belegt.

    Ein gewisser Almed Medi hat dem Nachrichtenportal „News Front“ ein auf den 15. November datiertes Video zukommen lassen, in dem Sergio angibt, seit sieben Monaten in Gefangenschaft zu leben. Im nächsten Video könne Sergio ohne Kopf zu sehen sein, warnte Medi dabei. Sputnik liegt die Korrespondenz zwischen der Nachrichtenagentur und Almed Medi vor. Dieser erklärte gegenüber „News Front“, er veröffentliche das Video, um dem Mann zu helfen. Die italienische Regierung unternimmt derweil nichts, um den Italiener zu retten.

    Der Chef des Nachrichtenportals „News Front“, Konstantin Knyrik, sagte gegenüber Sputnik: „Wir haben das Video am 22. November von den Dschihadisten bekommen. Wir haben es nicht gleich veröffentlicht. Zuerst haben wir die Identität des Mannes auf dem Video sowie seine Profile in den sozialen Netzwerken geprüft. Dort war er seit Frühjahr, also ab dem Zeitpunkt seiner Entführung nicht mehr aktiv. Dann haben wir bei italienischen Kollegen nachgefragt: Sie haben bestätigt, dass sein Pass und seine Aussprache die italienische Staatsbürgerschaft belegen“, so der Portalchef.

    „Als nun klar war, dass wir einem echten Menschen wirklich helfen können, haben wir das Video bei YouTube und auf allen Sprachversionen unseres Portals veröffentlicht. Zugleich haben wir das ganze Material per Mail an das italienische Außenministerium geschickt. Das Schweigen offizieller Stellen kommt mir seltsam vor. Außerdem ist die Nachricht darüber erst am 28. November von der italienischen Nachrichtenagentur ASNA veröffentlicht worden – am Tag darauf dann von anderen“, so Knyrik weiter.

    Sie würden ein Video mit der Hinrichtung Zanottis schicken – das sei das Letzte gewesen, das von den Dschihadisten zu hören war. Doch bislang sei kein Video mehr gekommen und der Facebook-Account jenes Mannes, der mit der Tötung Zanottis gedroht habe, sei inzwischen gesperrt. Derweil fehle von dem Vermissten jede Spur, wobei bei den italienischen Behörden bislang auch keine Geldforderungen für die Freilassung Zanottis eingegangen seien.

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    Ein seltsamer Fall. Erst recht vor dem Hintergrund der Geschichte von Giulio Reggeni, eines italienischen Forschungsstudenten oder auch Geheimdienstmitarbeiters, der in Ägypten getötet wurde. Auch sein Verschwinden und Tod sind von den Behörden verschwiegen worden.

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    News Front, Giulio Reggeni, Konstantin Knyrik, Sergio Zanotti, Italien