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06:41 18 Oktober 2019
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    US-Präsident Barack Obama am Luftwaffenstützpunkt MacDill in Tampa (Bundesstaat Florida)

    Terrorismus für USA nicht „lebensgefährlich“ - Obama

    © REUTERS / Kevin Lamarque
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    Kampf gegen IS-Terror (156)
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    Mehrere Generationen müssen den Anti-Terror-Kampf noch weiterführen, wie der scheidende US-Präsident Barack Obama bei einer Rede am Luftwaffenstützpunkt MacDill in Tampa (Bundesstaat Florida) am Dienstag erklärte. Gleichzeitig stelle der Terrorismus selbst keine Existenzgefahr für die USA dar.

    Pentagon
    US Air Force / Master Sgt. Ken Hammond
    Obamas Rede, sein letzter Vortrag zur nationalen Sicherheit, wurde auf der offiziellen Webseite des Weißen Hauses übertragen. Darin verteidigte der Präsident die Anti-Terror-Strategie während seiner achtjährigen Amtszeit und warnte seinen Nachfolger vor vermeintlich einfach erscheinenden Lösungen.

    „Anstatt falsche Versprechungen zu machen, dass wir den Terrorismus bekämpfen können, indem wir mehr Bomben abwerfen oder mehr Soldaten stationieren oder uns vom Rest der Welt abschotten, müssen wir der terroristischen Bedrohung auf lange Sicht entgegentreten“, so Obama.

    Gleichzeitig stellte er fest, dass der Kampf gegen den Terrorismus im Nahen Osten noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

    „Wir wissen, dass noch immer Lebensgefahr besteht. Wir wissen, dass uns der gewalttätige Extremismus noch Jahre begleiten wird“, warnte der scheidende US-Staatsoberhaupt. Besonders Terroristen-Einzeltäter, die sich über das Internet radikalisierten, stellten eine besondere Gefahr da.

    „Heutige Terroristen können unschuldige Menschen töten, aber sie stellen keine existentielle Gefahr für unser Land dar. Wir dürfen den Fehler nicht begehen, indem wir ihre Möglichkeiten hochspielen, wie sie selbst es tun“, forderte Obama weiter.

    Der amtierende Staatschef zielte mit seinen Äußerungen offenbar auf den designierten Präsidenten Donald Trump, der am 20. Januar ins Weiße Haus einzieht. Trump hat sich seit seiner Wahl Anfang November noch nicht zu seiner Anti-Terror-Strategie geäußert. Im Wahlkampf hatte er versprochen, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch Daesh) mit aller Härte zu bekämpfen und gesagt, die USA müssten „unberechenbar“ sein.
     

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    Tags:
    Kampf, Terrorismus, Terrormiliz Daesh, Donald Trump, Barack Obama, Nahost, USA